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Hallo, ich bin Markus,
in diesem Pinpointer‑Test und Vergleich zeige ich euch, warum ein PP zu den wichtigsten Ausrüstungsgegenständen beim Sondeln gehört – direkt nach dem Metalldetektor und dem Spaten. Ohne Pinpointer wird die Feinsuche schnell mühsam, und viele verlieren dadurch sogar den Spaß am Hobby.
Ich nutze Pinpointer selbst seit vielen Jahren, weil sie die Suche deutlich beschleunigen und präziser machen. Für diesen Test habe ich vier beliebte Modelle unter realen Bedingungen verglichen: den Garrett Pro‑Pointer AT, Minelab Pro‑Find 35, Minelab Pro‑Find 40 und den XP MI‑4. Dabei habe ich besonders auf Qualität, Detektion, Wasserdichtigkeit und Handling geachtet und teile hier meine ehrlichen Erfahrungen – ohne Übertreibungen oder Herstellerfloskeln. Am Ende wisst ihr genau, welcher Pinpointer am besten zu euren Bedürfnissen passt.
Einige der Geräte wurden mir freundlicherweise von meinem Partner OMWO Metalldetektor‑Shop als Leihgabe zur Verfügung gestellt, damit ich fundierte und unabhängige Aussagen treffen kann. Dort findet ihr auch eine Auswahl der getesteten Modelle, falls ihr euch die Pinpointer später in Ruhe ansehen möchtet.
Allgemeine Fragen zu Pinpointer
Wenn ihr mehr über die Schatzsuche erfahren möchtet, schaut gerne auf meinem YouTube‑Channel [Metalldetektor‑Wissen] vorbei – oder auf [TikTok], wo ich meine neuesten Funde teile.
1. Was ist ein Pinpointer und warum braucht man ihn?

Ein Pinpointer ist ein kleines, aber extrem hilfreiches Gerät. Er erleichtert euch die Suche im Boden enorm und ist besonders bei kleinen Münzen oder Schmuckstücken praktisch unverzichtbar. Er funktioniert im Grunde wie euer großer Metalldetektor – nur eben im Mini‑Format und für die Feinortung.
Ohne PP wird die Suche schnell mühsam, und die Löcher, die man gräbt, werden oft unnötig groß. Ich selbst möchte bei der Münz‑ und Schmucksuche nicht auf meinen treue Begleiter verzichten. Wenn er einmal kaputt wäre oder ich keine Ersatzbatterien dabei hätte, würde ich die Suche sogar abbrechen.
Mit einem guten Pinpointer könnt ihr nach der Ortung durch den Metalldetektor oft schon an der Oberfläche punktgenau bestimmen, wo sich das Objekt befindet. Ich selbst stecke Ihm dann direkt in die Erde an der Stelle, die der Detektor angezeigt hat, bis er detektiert. So weiß ich genau, wo ich mit dem Grabungsmesser ansetzen muss – ohne große Löcher zu machen.
Achtet immer darauf, wie ihr eine Fundstelle hinterlasst. Je kleiner und sauberer das Loch, desto besser für unser Hobby. Ein Schatzsucher kann mit seinem Verhalten positiv oder negativ auffallen – und ein Pinpointer hilft enorm dabei, sauber zu arbeiten.
Für Anfänger ist ein Pinpointer ein sehr wichtiges Hilfsmittel, weil er den Spaßfaktor deutlich erhöht. Aber auch für Profis ist er unverzichtbar, da die punktgenaue Ortung an der Oberfläche und im Grabungsloch selbst enorm hilfreich ist und keine Funde durch blindes Graben beschädigt werden.
2. Wie funktioniert ein Pinpointer?

Ein Pinpointer ist im Grunde ein kleiner Metalldetektor, der speziell für die Feinortung entwickelt wurde. Er erzeugt ein elektromagnetisches Feld und reagiert sofort, sobald Metall in der Nähe ist. Je näher ihr am Ziel seid, desto stärker wird das Signal. Dadurch könnt ihr Funde punktgenau lokalisieren, ohne große Löcher graben zu müssen. Spannend ist: Viele Sondler wissen gar nicht, dass es bei Pinpointern überhaupt zwei verschiedene Technologien gibt – VLF und PI. Hersteller erwähnen das selten, und im Alltag spricht kaum jemand darüber.
2.1 VLF‑Pinpointer – Funktionsweise & Einsatzgebiete
VLF‑Pinpointer arbeiten mit einer hochfrequenten Wechselspannung, die ein sehr ruhiges und präzises Signal erzeugt. Dadurch reagieren sie sauber auf kleine Objekte und laufen besonders stabil in Böden mit geringer Mineralisierung. Diese Technik eignet sich ideal für Wald, Wiese und Acker – also überall dort, wo der Boden trocken bis leicht feucht ist.
VLF‑Modelle sind zudem meist günstiger in der Herstellung, weshalb viele Einsteiger‑ und Mittelklasse‑Geräte darauf basieren.
Typische VLF‑Pinpointer:
- Garrett Pro‑Pointer AT
- Minelab Pro‑Find 40
- Minelab Pro‑Find 15 / 20 / 35
- XP MI‑4
- XP MI‑6
Ihr größter Vorteil ist die exakte Punktortung, was sie für normale Suchbedingungen sehr zuverlässig macht.
2.2 PI‑Pinpointer – Funktionsweise & Einsatzgebiete
PI‑Pinpointer arbeiten mit kurzen, starken Stromimpulsen, die tiefer in den Boden eindringen als VLF‑Signale. Dadurch erreichen sie eine sehr gute Tiefenleistung und bleiben auch in nassem Sand, Lehm oder stark mineralisierten Böden stabil. Das macht PI‑Modelle ideal für Strand, Wasser und generell schwierige Böden, in denen VLF‑Modelle schnell unruhig werden.
Echte PI‑PP sind jedoch selten. Die meisten bekannten Markenmodelle (Garrett, Minelab, XP) arbeiten mit VLF‑Technik. Typische PI‑Modelle finden sich eher bei speziellen Herstellern oder in Hybrid‑Geräten wie dem Quest XPointer Max.
Echte PI‑Pinpointer: Fisher F‑Pulse, Teknetics Tek‑Point
Hybrid / PI‑ähnlich: Quest XPointer Max
PI‑Pinpointer können im Nahbereich etwas unruhiger reagieren, bieten aber die beste Leistung, wenn der Boden anspruchsvoll wird oder maximale Tiefe gefragt ist.

2.3 Reichweite, Empfindlichkeit & Reaktionszeit
Die Reichweite: Die Reichweite eines Pinpointers liegt je nach Modell meist zwischen 3 und 10 cm. Große Objekte werden etwas tiefer erkannt, sehr kleine entsprechend flacher. Dieser Wert zeigt, wie weit er ein Metallobjekt überhaupt erfassen kann.
Die Empfindlichkeit: Die Empfindlichkeit bestimmt, wie stark der PP auf kleine oder tief liegende Objekte reagiert. Mehr Empfindlichkeit bedeutet mehr Tiefe, kann aber auch zu Fehlalarmen führen, besonders in stark mineralisierten Böden oder im nassen Sand.
Die Reaktionszeit: Die Reaktionszeit zeigt, wie schnell der Pinpointer auf ein Objekt anspricht. Gute Geräte reagieren sofort, was die Ortung beschleunigt und verhindert, dass ihr unnötig im Boden herumstochert. Eine schnelle Reaktion sorgt dafür, dass ihr das Ziel sauber und ohne Zeitverlust findet.
3. Meine Erfahrungen aus der Praxis

In meinen Pinpointer-Tests und aus über 12 Jahren Sondelerfahrung mit unzähligen Suchgängen kann ich euch aus erster Hand berichten, wie sich Pinpointer in der realen Praxis verhalten und worauf ihr wirklich achten müsst. Ich habe meine Geräte in allen legalen Suchgebieten genutzt – bei Regen, im Winter, im und unter Wasser, auf Wiesen, Spielplätzen, Parks und in Strandbereichen.
Wichtig für euch zu wissen: In Österreich und vielen Bundesländer Deutschlands ist das Sondeln auf Äckern und in Wäldern ohne Genehmigung des Bundesdenkmalamtes nicht erlaubt, selbst wenn man die Erlaubnis des Grundstückseigentümers hat (siehe meinen Beitrag Metalldetektor-Gesetze für AT und DE). Deshalb nutze ich ausschließlich Gebiete, die rechtlich unproblematisch sind. Aus meinen Erfahrungen in diesen unterschiedlichen Bodenbedingungen kann ich dennoch sehr gut Rückschlüsse auf das Verhalten von Pinpointern in Acker- und Waldböden ziehen.
Was viele unterschätzen: PP reagieren je nach Bodenbeschaffenheit völlig unterschiedlich. Dazu kommen Störeinflüsse wie elektromagnetische Felder von Handymasten, dem eigenen Metalldetektor oder sogar vom Handy in der Tasche. Auch eine schwache Batterie kann dafür sorgen, dass ein Pinpointer plötzlich unruhig wird oder Fehlalarme produziert. Genau diese Dinge merkt man erst draußen im Gelände – und nicht im Wohnzimmer.
3.1 Pinpointer-Test auf der Liegewiese

Da Liegewiesen zu meinen Hauptsuchgebieten gehören, kenne ich das Verhalten meiner Pinpointer dort sehr genau. Ich habe viele Modelle getestet, gehe aber am liebsten mit dem Garrett Pro‑Pointer AT. Auf Liegewiesen zeigen diese Geräte je nach Einstellung unterschiedliche Eigenschaften, reagieren aber insgesamt sehr stabil.
Liegewiesen haben meist einen weichen, kaum mineralisierten Boden. Das macht die Ortung einfach: Wenn ich mit dem Metalldetektor ein Signal bekomme und der PP den Fund nicht schon an der Oberfläche erkennt, steche ich ihn direkt in den Boden. In rund 95 % der Fälle lokalisiere ich den Fund damit punktgenau.
Ein guter Pinpointer arbeitet in diesem Bodentyp sehr zuverlässig – vorausgesetzt, es gibt keine Störquellen wie unterirdische Kabel. Auch die Sens‑Einstellung spielt eine Rolle:
- Stufe 1 = geringe Reichweite, sehr stabil
- Stufe 2 = Allround
- Stufe 3 = maximale Reichweite
- Es gibt sie auch mit 5 Stufen, Stufe 5 ist dann die höchste.
Auf Liegewiesen funktionieren alle Stufen gut, und die meisten Pinpointer detektieren Funde sehr schnell.
Bei dicken Silber- oder Goldringen sowie bei normalem Schmuck reagieren sie sehr zuverlässig und mit guter Reichweite. Bei sehr feinen Kettchen oder dünnen Anhängern muss man meist etwas näher ans Objekt heran, was normal ist.
Im Großen und Ganzen laufen die meisten PP auf Liegewiesen sehr stabil, selbst günstigere VLF‑Modelle bekannter Marken. Probleme treten hier kaum auf.
3.2 Wiesen und Parks

Wiesen und Parks gehören zu den stabilsten und angenehmsten Suchgebieten überhaupt. Der Boden ist meist weich, wenig mineralisiert und lässt sich sehr gut bearbeiten. Pinpointer reagieren hier in der Regel ruhig, präzise und mit guter Reichweite, unabhängig davon, ob man auf Sens‑Stufe 1, 2 oder 3 oder höher arbeitet.
Der Hauptunterschied zwischen Wiesen und Parks liegt weniger im Boden, sondern in der Art der Funde. Auf Wiesen findet man häufiger Schmuck, Kleingeld oder größere Metallobjekte, während Parks oft mehr Kleinschrott wie Alufolie, Kronkorken oder moderne Münzen enthalten, Schmuck ist hier eher die Ausnahme. Dadurch müssen Pinpointer in Parks manchmal etwas genauer trennen, arbeiten aber insgesamt genauso zuverlässig.
Störeinflüsse sind selten ein Problem – nur in der Nähe von Stromkästen, Metallzäunen oder Beleuchtungskabeln kann es zu leichten Reaktionen kommen. In beiden Gebieten laufen die meisten PP sehr stabil, und selbst günstigere Modelle bekannter Marken liefern hier gute Ergebnisse.
3.3 Spielplatz

Spielplätze gehören zu den Suchgebieten mit dem höchsten Anteil an Kleinschrott. Zwischen Sand, Rindenmulch und Erde sammeln sich über die Jahre unzählige kleine Metallteile an: Alufolie, Spielzeugreste, Schrauben, Kronkorken, Münzen und vieles mehr. Für Pinpointer bedeutet das, dass sie hier besonders präzise trennen müssen.
Der Boden selbst ist meist weich und nicht mineralisiert, was grundsätzlich ideal ist. Die Herausforderung liegt weniger im Boden, sondern in der Menge und Vielfalt der Metallobjekte. Pinpointer reagieren hier oft schneller und häufiger, weil viele kleine Ziele dicht beieinander liegen. Besonders auf höheren Sens‑Stufen kann das zu mehreren kurzen Signalen hintereinander führen, was aber normal ist.
Zusätzlich können große Metallspielgeräte wie Schaukeln, Rutschen oder Klettergerüste Störungen verursachen, wenn man zu nah an ihnen arbeitet. Ein kleiner Abstand reicht jedoch meist aus, damit alles wieder stabil läuft.
Trotz des hohen Schrottanteils arbeiten sie auf Spielplätzen insgesamt zuverlässig, solange man die Sens‑Stufe sinnvoll wählt und sich bewusst ist, dass hier deutlich mehr kleine Metallteile im Boden liegen als in anderen Suchgebieten.
3.4 Fußballwiese

Fußballwiesen gehören zu den Suchgebieten, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken, aber oft überraschend gute Funde liefern. Der Boden ist meist gut gepflegt, relativ sauber und frei von starkem Kleinschrott. Gleichzeitig verlieren Menschen beim Spielen häufig Münzen, Schlüssel, Ringe oder kleine Metallgegenstände – also ein ideales Suchgebiet.
Der Boden ist ähnlich wie in Parks oder Wiesen: weich, wenig mineralisiert und dadurch sehr stabil. Die Geräte arbeiten hier meist ruhig und mit guter Reichweite, selbst auf höheren Sens‑Stufen. Störungen treten nur selten auf, außer man kommt in die Nähe von Metalltoren oder Geländern, die punktuell elektromagnetische Reaktionen auslösen können.
Da Fußballwiesen weniger Müllschrott enthalten als Spielplätze, lassen sich Funde sehr klar lokalisieren. PP reagieren hier direkt und präzise, und die Trefferquote ist oft überraschend hoch.
Insgesamt ist die Fußballwiese ein Gebiet, in dem Pinpointer sehr zuverlässig arbeiten und in dem man mit wenig Störungen rechnen muss.
3.5 Strandbereich

Der Strandbereich gehört zu den Suchgebieten, in denen Pinpointer sich deutlich anders verhalten als auf Wiesen oder in Parks. Der Grund dafür ist der nasse, salzhaltige Sand, der je nach Feuchtigkeit und Mineralisierung das Signalverhalten beeinflussen kann. Viele Geräte reagieren hier etwas nervöser, besonders wenn man auf der höchsten Sens‑Stufe arbeitet.
Im trockenen Sand laufen die meisten Modelle noch sehr stabil. Sobald der Sand jedoch feucht oder salzig wird, kann es zu kurzen Fehlreaktionen kommen. Das ist normal und hängt nicht vom Preis des Pinpointers ab, sondern von der Leitfähigkeit des Bodens. Ein kurzes Reduzieren der Sens‑Stufe reicht oft aus, damit das Gerät wieder ruhig arbeitet.
Typische Funde im Strandbereich sind Münzen, Schmuck, Aluteile und kleine Metallreste. Pinpointer haben hier den Vorteil, dass sie selbst in lockerem Sand sehr schnell anzeigen, wo sich der Fund befindet. Besonders bei Ringen oder größeren Schmuckstücken reagieren sie zuverlässig und mit guter Reichweite. Bei sehr feinen Kettchen oder dünnen Anhängern muss man meist etwas näher ans Objekt heran, was in diesem Bodentyp normal ist.
Störungen können auftreten, wenn man zu nah an metallischen Strandbefestigungen, Geländern oder Treppen arbeitet. Zusätzlich habe ich persönlich die Erfahrung gemacht, dass Vulkansteine (z. B. am Mittelmeer oder an bestimmten Küstenabschnitten) ebenfalls Einfluss auf Signale haben können. Diese Steine enthalten oft mineralisierte oder metallhaltige Einschlüsse, die kurze Fehlreaktionen auslösen. Ein kleiner Abstand oder eine niedrigere Sens‑Stufe reicht jedoch meist aus, damit er wieder stabil läuft.
Insgesamt ist der Strandbereich ein Gebiet, in dem Pinpointer gut funktionieren, solange man die Sens‑Einstellung an die Sandfeuchtigkeit und die Umgebung anpasst.
3.6 Im Wasser und unter Wasser

Sobald man direkt im Wasser sucht, verändert sich das Verhalten von Pinpointern deutlich. Wasser leitet Strom und beeinflusst elektromagnetische Felder, wodurch viele Modelle etwas sensibler reagieren. Das gilt sowohl im flachen Wasser am Ufer als auch beim Schnorcheln unter Wasser.
Im flachen Wasser arbeiten die meisten PP noch relativ stabil, solange man die Spitze nicht zu stark gegen den Boden drückt. Durch den Wasserdruck und die Bewegung im Wasser können jedoch kurze Fehlreaktionen auftreten, besonders wenn man auf der höchsten Sens‑Stufe arbeitet. Ein leichtes Reduzieren der Sensitivität sorgt meist sofort für Ruhe.
Unter Wasser – also beim Schnorcheln oder Tauchen – zeigt sich, wie gut ein Pinpointer wirklich abgedichtet und konstruiert ist. Modelle mit echter Unterwasserfreigabe bleiben stabil, während Geräte mit nur spritzwassergeschütztem Gehäuse schnell an ihre Grenzen kommen. Die Ortung funktioniert im Wasser grundsätzlich gut, allerdings muss man näher ans Objekt heran, da Wasser die Reichweite leicht reduziert.
Typische Störquellen sind mineralisierte Steine, metallhaltige Felsen oder größere Objekte im Untergrund. Auch Strömung und Sandbewegung können das Handling erschweren. Insgesamt funktionieren Pinpointer im Wasser und unter Wasser zuverlässig, solange man ein Modell nutzt, das wirklich für diesen Einsatzbereich ausgelegt ist und die Sens‑Stufe an die Bedingungen anpasst.
3.7 Künstliche Testfläche

Eine künstliche Testfläche ist ideal, um Pinpointer unter kontrollierten Bedingungen miteinander zu vergleichen. Anders als in echten Suchgebieten weiß man hier genau, welche Objekte im Boden liegen, in welcher Tiefe sie vergraben sind und wie der Boden aufgebaut ist. Dadurch lassen sich Reichweite, Präzision und Stabilität der einzelnen Modelle sehr gut beurteilen.
Der Boden besteht meist aus normaler Gartenerde oder Sand, oft leicht verdichtet, damit die Bedingungen realistisch bleiben. Typische Testobjekte sind Münzen, Ringe, kleine Metallstücke oder dünne Folien. Durch die festen Tiefen kann man sehr gut erkennen, wie weit ein PP tatsächlich reicht und wie sauber er zwischen kleinen und größeren Objekten trennt.
Ein weiterer Vorteil ist, dass man hier Störeinflüsse ausschließen kann. Keine Zäune, keine Metallpfosten, keine mineralisierten Steine – nur der Pinpointer und das Testobjekt. Dadurch sieht man sehr schnell, ob ein Gerät von Natur aus ruhig arbeitet oder ob es zu Fehlreaktionen neigt.
Die künstliche Testfläche ersetzt zwar keine echten Suchgebiete, liefert aber klare Vergleichswerte, die man draußen oft nicht so exakt bekommt. Besonders beim direkten Vergleich mehrerer Modelle ist sie ein wertvolles Werkzeug, um Unterschiede sichtbar zu machen.
3.8 Acker bzw. Feld

Ackerflächen wirken technisch betrachtet wie ideale Suchgebiete, da der Boden oft locker und gut durchmischt ist. In Österreich ist das Suchen auf Äckern jedoch genehmigungspflichtig und ohne Zustimmung des Grundstückseigentümers sowie des Bundesdenkmalamtes nicht erlaubt. Dieser Abschnitt dient daher ausschließlich der theoretischen Einordnung.
Der Boden eines Ackers kann je nach Zustand sehr unterschiedlich sein. Gepflügte Flächen sind meist weich, locker und frei von Verdichtungen. Pinpointer arbeiten hier sehr stabil, da der Boden wenig mineralisiert ist und kaum natürliche Störeinflüsse aufweist. Durch das Pflügen gelangen jedoch häufig Metallreste aus der Landwirtschaft, alte Zaunfragmente oder vergrabener Schrott an die Oberfläche, was zu zusätzlichen Signalen führen kann.
Naturbelassene oder länger nicht gepflügte Ackerflächen verhalten sich dagegen deutlich härter. Der Boden ist verdichtet, trocknet schneller aus und kann je nach Region mineralreicher sein. Pinpointer arbeiten hier grundsätzlich stabil, allerdings kann die Reichweite leicht reduziert sein, da harte, kompakte Böden das Eindringen des Signals erschweren.
Störungen entstehen auf Ackerflächen häufig durch unterirdische Bewässerungsleitungen, Metallteile von Maschinen oder Anbaugeräten, alte Zaunreste oder Stacheldrahtfragmente sowie vergrabenen Schrott aus jahrzehntelanger Bewirtschaftung. Auch Strommasten, Hochspannungsleitungen oder unterirdische Kabel entlang von Feldwegen können das Signalverhalten beeinflussen. Obwohl der Boden selbst technisch günstig wäre, können diese Faktoren zu zusätzlichen Reaktionen führen. Da das Suchen auf Ackerflächen rechtlich eingeschränkt ist, bleibt dieser Abschnitt rein informativ.
3.9 Waldgebiet

Waldgebiete gehören in Österreich zu den Bereichen, in denen das Suchen ohne Genehmigung nicht erlaubt ist. Neben der Zustimmung des Grundstückseigentümers ist auch eine Bewilligung des Bundesdenkmalamtes erforderlich. Dieser Abschnitt beschreibt daher ausschließlich die technischen Eigenschaften des Waldbodens.
Wälder sind im Vergleich zu vielen anderen Suchgebieten deutlich sauberer. Moderner Müll kommt selten vor, und der Boden enthält meist nur wenige Metallreste. Die technischen Herausforderungen entstehen durch den natürlichen Untergrund. Humusreiche oder feuchte Böden können das Signalverhalten beeinflussen, während trockene Waldböden meist stabiler sind.
Typische Störeinflüsse entstehen durch Wurzeln, mineralisierte Steine oder alte Metallteile aus früherer Nutzung. Entlang von Forstwegen können unterirdische Kabel verlaufen, und in der Nähe von Zäunen, Hochsitzen oder Strommasten kann es zu elektromagnetischen Reaktionen kommen. Insgesamt wäre der Wald technisch ein ruhiges Suchgebiet, wird aber aufgrund der gesetzlichen Lage nur theoretisch betrachtet.
Hier kommst du zu meinem Artikel „15 gute Plätze zum Sondeln„
Hinweis zur Gesetzeslage in Österreich und Deutschland
In Österreich und Deutschland gelten Äcker und Wälder als potenziell archäologisch relevante Flächen. Das Sondeln ist dort nur mit einer entsprechenden Genehmigung erlaubt. In Österreich ist dafür das Bundesdenkmalamt zuständig, in Deutschland die jeweiligen Landesbehörden für Denkmalpflege. Eine Erlaubnis des Grundstückseigentümers allein reicht in beiden Ländern nicht aus. Ich nutze daher ausschließlich legale Suchgebiete wie Wiesen, Parks, Spielplätze und Strandbereiche. Aus meinen Erfahrungen in diesen Böden lässt sich dennoch gut einschätzen, wie sich Pinpointer in Acker‑ und Waldböden verhalten würden.
4. Mein Pinpointer-Test – verschiedene Geräte im Vergleich

Für diesen Test habe ich vier gängige Modelle ausgewählt, die sowohl von Einsteigern als auch von erfahrenen Sondengängern genutzt werden. Die Auswahl deckt unterschiedliche Preisklassen, Funktionen und Arbeitsweisen ab. Ein Gerät stammt aus meinem eigenen Bestand, die weiteren Modelle wurden mir von OMWO als Leihgeräte zur Verfügung gestellt.
Getestete Modelle:
- Garrett Pro‑Pointer AT
- Minelab Pro‑Find 35
- Minelab Pro‑Find 40
- XP MI‑4
Damit lassen sich die Geräte unter identischen Bedingungen vergleichen und ihre Stärken und Schwächen klar herausarbeiten.
Bei meinem Pinpointer-Test vergleiche ich vier beliebte Modelle, die sowohl von Einsteigern als auch von erfahrenen Sondengängern genutzt werden. Die Geräte unterscheiden sich deutlich in Qualität, Einstellungen und Arbeitsweise – und genau diese Unterschiede möchte ich in meinen Tests sichtbar machen.
Der Garrett Pro‑Pointer AT ist mein eigenes Gerät, mit dem ich bereits viel praktische Erfahrung gesammelt habe. Die drei weiteren Modelle wurden mir von OMWO Metalldetektor-Shop als Leihgeräte zur Verfügung gestellt. Diese teste ich in den nächsten Tagen und Wochen draußen, um ein realistisches Bild ihrer Leistung zu bekommen. Den XP‑Pinpointer prüfe ich zuhause mit kurzen Praxistests draußen, da er mir nur für diesen Zweck bereitgestellt wurde.
Meine Tests und Erfahrungen sollen euch bei der Kaufentscheidung unterstützen und zeigen, welches Gerät am besten zu euren Anforderungen passt. Ich betrachte alle Modelle neutral und gebe meine Eindrücke so wieder, wie sie sich im direkten Vergleich zeigen.
4.1 Garrett Pro‑Pointer AT („Karotte“) Pinpointer–Test & Erfahrungen

Der Garrett Pro‑Pointer AT – oft „Karotte oder Möhre“ genannt – ist seit Jahren einer der beliebtesten Pinpointer auf dem Markt. Da ich mit diesem Modell bereits viel praktische Erfahrung gesammelt habe, kann ich seine Stärken, Schwächen und sein Verhalten im realen Einsatz besonders gut beurteilen. Im Folgenden gehe ich auf Verarbeitung, Reichweite, Stabilität, Bedienung und alle anderen wichtigen Funktionen ein.
Beim Lieferumfang eines Pinpointers ist für mich wichtig, dass alle wesentlichen Zubehörteile direkt enthalten sind, damit man ohne zusätzliche Käufe sofort starten kann. Gerade bei einem Gerät wie dem Pro‑Pointer AT erwarte ich ein praktisches, robustes Set, das den sicheren Einsatz im Gelände ermöglicht und den Transport erleichtert. Der Lieferumfang sollte vollständig sein und alles bieten, was man für den direkten Start benötigt.
Was beim Garrett Pro‑Pointer AT enthalten ist
Der Lieferumfang des Pro‑Pointer AT umfasst alle wichtigen Komponenten, um sofort loslegen zu können:
- Pro‑Pointer AT Pinpointer
- Holster zur sicheren Befestigung am Gürtel
- 9‑Volt‑Blockbatterie für den direkten Start
- Mehrsprachige Anleitung (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch)
- 2 Jahre Gewährleistung
Damit ist der Pro‑Pointer AT vollständig einsatzbereit, ohne dass zusätzliches Zubehör gekauft werden muss.
Die Verarbeitung und Materialqualität gehören für mich zu den wichtigsten Punkten bei einem Pinpointer. In der Vergangenheit hatte ich bei sehr günstigen Modellen mehrfach Probleme: gebrochene Batteriedeckel, unzureichende Dichtungen trotz angeblicher Wasserdichtigkeit oder starke Kratzer und sogar Risse an der Detektionsspitze. Solche Schäden entstehen oft durch minderwertigen Kunststoff oder schlechte Verarbeitung. Eine saubere Materialqualität ist entscheidend für die Wasserdichtheit, die Stabilität und die gesamte Belastung, die ein Pinpointer im Einsatz aushalten muss.
Erster Eindruck & Materialbewertung
Beim ersten Anfassen fällt sofort die hochwertige Materialqualität auf. Der Kunststoff wirkt robust, leicht strukturiert und deutlich widerstandsfähiger als bei vielen günstigeren Modellen. Auch der Schraubverschluss des Batteriefachs macht einen wertigen Eindruck: Das Material fühlt sich stabil an und vermittelt das Gefühl, dass der Pinpointer für eine lange Einsatzzeit ausgelegt ist. Insgesamt wirkt das Gerät bereits auf den ersten Blick solide und langlebig.
Zusammenbau & Ersteindruck
Beim Zusammenbau zeigt sich, dass der Pinpointer sauber montiert ist: Alle Teile sitzen fest, nichts klappert, und das Batteriefach lässt sich ohne Hakeln öffnen und schließen. Beim ersten Einschalten reagiert das Gerät sofort, die Taste hat einen klar definierten Druckpunkt und das Feedback kommt ohne Verzögerung. Dieser funktionale Ersteindruck zeigt, dass der Pinpointer nicht nur hochwertig wirkt, sondern auch technisch sauber umgesetzt ist.
Passgenauigkeit
Die Passgenauigkeit der Bauteile ist sehr gut: Die Gehäuseschalen schließen sauber miteinander ab, es gibt keine sichtbaren Spalten oder Überstände, und der Schraubverschluss des Batteriefachs sitzt exakt im Gewinde. Diese präzise Verarbeitung ist besonders wichtig für die Wasserdichtheit und die langfristige Stabilität des Geräts.
Kratzkante mit cm‑Markierung
Ein weiteres Detail, das bei hochwertigen Pinpointern oft übersehen wird, ist die integrierte Kratzkante mit eingearbeiteter cm‑Skala. Diese Kante ist nicht nur zum Freilegen von Erde oder zum vorsichtigen Entfernen kleiner Wurzeln gedacht, sondern dient gleichzeitig als schnelle Orientierungshilfe zur Tiefenabschätzung im Loch. Die Markierungen sind sauber und dauerhaft im Kunststoff eingelassen, sodass sie auch nach längerem Einsatz gut lesbar bleiben. Gerade im praktischen Einsatz zeigt sich, wie nützlich dieses kleine, aber durchdachte Funktionsdetail wirklich ist.
Langzeitverhalten der Taste
Im längeren Praxiseinsatz zeigt sich ein weiterer Punkt: Die Vertiefungen rund um die Taste setzen sich bei feuchter Erde oder Schlamm mit der Zeit zu. Dadurch wird der Knopf zunehmend schwerer zu drücken, weil der Schmutz den Druckpunkt beeinträchtigt. Besonders bei häufigem Graben oder nassem Boden merkt man, dass die Taste nicht mehr sauber reagiert.
Bewährt hat sich hier ein kleiner Schutz: Ich lege ein dünnes Stück Karton oder Kunststoff direkt über die Taste und fixiere es anschließend mit Panzertape. Dadurch bleiben die Rillen sauber, die Taste lässt sich dauerhaft leichtgängig drücken und der Schmutz kann sich nicht mehr festsetzen. Dieser kleine Trick verlängert die Bedienbarkeit deutlich und verhindert, dass die Taste im Gelände schwergängig wird.
Hinweis aus der Praxis
Auch wenn der Pinpointer sehr robust gebaut ist, empfehle ich einen Schutz für die Spitze zu verwenden. Scharfe oder kantige Gegenstände im Boden können selbst bei hochwertigen Geräten Spuren hinterlassen. Ich nutze seit Jahren Panzertape als Schutzschicht, alternativ gibt es passende Schutzhüllen in Shops und auf eBay. Ein solcher Schutz verlängert die Lebensdauer deutlich – ähnlich wie bei Metalldetektoren, deren Spulen ebenfalls geschützt werden.
Die Bedienung des Garrett Pro‑Pointer AT ist bewusst simpel gehalten und dadurch sofort verständlich. Schon nach wenigen Minuten kann man ohne Eingewöhnungszeit loslegen. Die Ein‑Knopf‑Steuerung funktioniert auch mit dicken oder verschlammten Handschuhen zuverlässig, da die Taste einen klaren Druckpunkt besitzt und gut ertastbar bleibt. Gleichzeitig liegt der Pinpointer ergonomisch in der Hand: nicht zu breit, nicht zu schmal, angenehm leicht und mit einer ausgewogenen Balance. Diese Kombination sorgt dafür, dass der Pro‑Pointer AT im täglichen Einsatz komfortabel und präzise genutzt werden kann.
Die Ein‑Knopf‑Bedienung
Der Pro‑Pointer AT wird vollständig über eine einzige Taste gesteuert. Einschalten, Ausschalten, Sensitivität ändern und Retune – alles läuft über denselben Knopf. Die Taste hat einen klaren Druckpunkt und reagiert zuverlässig, auch wenn der Pinpointer nass oder verschmutzt ist. Dadurch bleibt die Bedienung intuitiv und schnell, ohne dass man lange überlegen muss.
Die Menüführung
Dieser Pinpointer besitzt keine klassische Menüführung. Stattdessen werden die Funktionen über kurze Tastendrücke oder gedrückt halten ausgelöst. Das macht die Bedienung besonders einfach, da man keine Menüs durchklicken muss. Für Einsteiger ist das ideal, und auch erfahrene Sondengänger profitieren von der schnellen Bedienbarkeit.
Griffgefühl, Gewicht & Balance
Der Garrett Pro‑Pointer AT besteht aus robustem, leicht strukturiertem Kunststoff, der auch ohne Gummierung einen sicheren Halt bietet. Selbst mit nassen oder schlammigen Handschuhen rutscht er nicht aus der Hand. Das Gewicht ist angenehm leicht und gut ausbalanciert, sodass der PP weder kopflastig wirkt noch beim Arbeiten ermüdet. Die Form liegt ergonomisch in der Hand und ermöglicht eine präzise Führung beim Graben.
Die Reichweite eines Pinpointers entscheidet darüber, wie schnell und präzise ihr ein Objekt im Boden findet. Dabei spielt nicht nur die maximale Tiefe eine Rolle, sondern auch, wie er auf unterschiedlich große Ziele reagiert und wie stabil er bei verschiedenen Sens‑Stufen arbeitet. Kleine Objekte werden grundsätzlich flacher erkannt, während größere Ziele mehr Tiefe ermöglichen. Zusätzlich beeinflusst die gewählte Sensitivität, wie weit der Pinpointer reagiert und wie ruhig oder empfindlich er sich im Boden verhält.
Reichweite an kleinen Objekten
Kleine Ziele wie dünne Münzen, winzige Schmuckteile oder schmale Metallfragmente werden vom Pro‑Pointer AT in der Regel nur auf kurze Distanz erkannt. In der Praxis liegt die Reichweite hier meist bei wenigen Zentimetern, abhängig vom Boden und der Sens‑Stufe. Der Pinpointer reagiert dabei zuverlässig und ohne große Schwankungen, was besonders beim präzisen Nachsuchen im Loch hilfreich ist. Je kleiner das Objekt, desto wichtiger ist eine ruhige Führung und eine gleichmäßige Annäherung.
Reichweite an größeren Objekten
Bei größeren Metallstücken zeigt der Garrett Pro‑Pointer deutlich mehr Tiefe. Dickere Ringe, größere Münzen oder kompaktere Metallteile werden spürbar früher erkannt. Die Reichweite steigt hier je nach Objektgröße und Sens‑Stufe deutlich an und ermöglicht ein schnelleres Auffinden des Ziels. Besonders im lockeren Boden oder im Aushub zeigt der PP seine Stärken und liefert stabile Signale, ohne übermäßig weit zu reagieren.
Verhalten bei unterschiedlichen Sens‑Stufen
Der Pro‑Pointer AT bietet mehrere Sensitivitätsstufen, die sich direkt auf die Reichweite auswirken. Auf niedriger Stufe arbeitet er sehr ruhig und reagiert nur auf kurze Distanz – ideal für mineralisierte Böden oder wenn man das Objekt bereits fast in der Hand hat. Mittlere Stufen bieten einen guten Kompromiss aus Reichweite und Stabilität. Auf der höchsten Sens‑Stufe erreicht der Pinpointer seine maximale Tiefe, kann aber in manchen Böden etwas empfindlicher reagieren. Durch kurzes Retune lässt sich die Reichweite jederzeit anpassen und präziser machen.
Die Stabilität eines Pinpointers zeigt sich vor allem dann, wenn der Boden schwierig wird oder äußere Störquellen ins Spiel kommen. Mineralisierung, nasser Sand und elektromagnetische Einflüsse können das Verhalten eines PP deutlich verändern. Der Pro‑Pointer AT bleibt in den meisten Situationen zuverlässig, zeigt aber – wie jedes Gerät – typische Reaktionen, die man kennen sollte, um sie richtig einordnen zu können.
Mineralisierte Böden
In stark mineralisierten Böden kann der Pro‑Pointer AT etwas empfindlicher reagieren. Das äußert sich durch kurze Fehlpiepser oder ein leicht unruhiges Signal, besonders auf der höchsten Sens‑Stufe. Mit einem kurzen Retune lässt sich das Gerät jedoch schnell beruhigen. Auf mittlerer Sensitivität arbeitet der Pinpointer in solchen Böden meist stabil und liefert klare Signale, ohne übermäßig weit zu reagieren.
Nasser Sand
Nasser, salzhaltiger Sand gehört zu den schwierigsten Untergründen für Pinpointer. Der Pro‑Pointer AT kann hier gelegentlich nervöser werden, da der leitfähige Sand das Signal beeinflusst. Besonders in der Nähe der Wasserlinie oder bei sehr feuchtem Sand kann es zu kurzen Fehlreaktionen kommen. Durch Reduzieren der Sens‑Stufe oder ein schnelles Retune lässt sich das Verhalten jedoch gut kontrollieren. Im trockenen Sand arbeitet er dagegen sehr stabil.
EMI (Stromleitungen, Funk, etc.)
Elektromagnetische Störungen (EMI) können auftreten, wenn man sich in der Nähe von Stromleitungen, Funkmasten, WLAN‑Routern, elektrischen Zäunen oder sogar dem eigenen Metalldetektor befindet. Der Pro‑Pointer AT zeigt solche Störungen meist durch unruhige Signale oder sporadisches Piepen. Ein kleiner Abstand zur Störquelle oder ein Retune reicht oft aus, um das Gerät wieder zu stabilisieren. In den meisten normalen Suchgebieten bleibt er jedoch ruhig und zuverlässig.
Der Pro‑Pointer AT bietet eine kleine, aber sehr praktische Auswahl an Funktionen, die den Einsatz im Gelände deutlich erleichtern. Dazu gehören mehrere Sensitivitätsstufen, die Wahl zwischen Vibration oder Ton+Vibration, eine LED‑Beleuchtung sowie wichtige Zusatzfunktionen wie Retune und der Lost‑Alarm. Damit lässt sich der Pinpointer schnell an unterschiedliche Bodenverhältnisse und persönliche Vorlieben anpassen.
Sensitivität
Dieses Gerät verfügt über mehrere Sensitivitätsstufen, die sich direkt auf Reichweite und Stabilität auswirken. Auf der niedrigsten Stufe arbeitet er besonders ruhig und ist ideal für mineralisierte Böden oder nassen Sand, allerdings ist die Reichweite hier deutlich eingeschränkt. Die mittlere Stufe bietet einen guten Kompromiss aus Tiefe und Stabilität und eignet sich für die meisten Suchbedingungen. Auf der höchsten Sens‑Stufe erreicht der Pinpointer seine maximale Reichweite, kann aber in schwierigen Böden etwas empfindlicher reagieren. Die Sensitivität wird über die Ein‑Knopf‑Bedienung durch kurze Tastendrücke umgeschaltet.
Ton / Vibration
Der Pinpointer bietet zwei Betriebsarten: nur Vibration oder Ton + Vibration gleichzeitig. Unterschiedliche Tonarten oder Signalvarianten gibt es nicht. Die Intensität des Signals steigt proportional zur Nähe des Objekts, was eine präzise Ortung ermöglicht. Die Vibrationsfunktion ist besonders praktisch, wenn man unauffällig arbeiten möchte oder in lauter Umgebung unterwegs ist.
LED Fundstellenbeleuchtung
Die integrierte LED‑Leuchte erleichtert das Arbeiten in dunklen Löchern, unter Wurzeln oder bei schlechten Lichtverhältnissen. Die LED hat eine gute Lichtstärke, um den Bereich vor der Spitze gut auszuleuchten. Besonders hilfreich ist sie beim Graben in der Dämmerung oder im Wald.
Retune / Quick‑Reset
Mit einem kurzen Tastendruck lässt sich der PP sofort neu kalibrieren. Retune reduziert die Reichweite, filtert Störungen heraus und macht den Pinpointer präziser, besonders wenn man sehr nah am Objekt ist. Wird Retune direkt über einem Ziel ausgeführt, reagiert er erst auf unmittelbare Nähe – ideal für Millimeterarbeit. Bei Fehlreaktionen oder unruhigem Verhalten kann ein kurzer Retune das Gerät sofort stabilisieren.
Der Lost‑Alarm
Wenn der Pinpointer längere Zeit nicht bewegt wird, aktiviert sich automatisch der Lost‑Alarm. Das Gerät gibt in regelmäßigen Abständen ein akustisches Signal ab, damit man es im Gras, im Aushub oder im Wald leichter wiederfindet. Diese Funktion ist besonders hilfreich, da sie beim Graben schnell übersehen werden können.
Der Pro‑Pointer AT ist vollständig wasserdicht und damit für nahezu jede Wetter‑ und Bodenbedingung geeignet. Egal ob Regen, Schlamm, Strand oder Flachwasser – das Gerät lässt sich problemlos unter Wasser einsetzen und anschließend einfach abspülen. Die robuste Bauweise sorgt dafür, dass weder Elektronik noch Batteriefach durch Feuchtigkeit beeinträchtigt werden.
IP‑Rating
Dieser Pinpointer besitzt die Schutzklasse IP68, was bedeutet, dass er vollständig staubgeschützt ist und dauerhaft bis zu 3 Metern Wassertiefe eingesetzt werden kann. Diese Klassifizierung macht ihn ideal für das Sondeln am Strand, in flachen Gewässern oder bei starkem Regen. Die Wasserdichtigkeit ist nicht nur für kurze Tauchgänge ausgelegt, sondern für den dauerhaften Einsatz unter Wasser innerhalb der angegebenen Tiefe.
Verhalten im Wasser
Unter Wasser arbeitet er zuverlässig und reagiert stabil, besonders in Süßwasser. In salzhaltigem Meerwasser kann er etwas empfindlicher werden, da der leitfähige Untergrund das Signal beeinflusst. Ein kurzer Retune reicht jedoch meist aus, um das Gerät wieder zu beruhigen. Dank der auffälligen orangefarbenen Hülle bleibt der Pinpointer auch unter Wasser gut sichtbar und lässt sich leicht wiederfinden.
Abdichtung der Batterie
Das Batteriefach ist durch einen präzise sitzenden O‑Ring abgedichtet, der das Eindringen von Wasser zuverlässig verhindert. Damit die Wasserdichtigkeit langfristig erhalten bleibt, sollte der O‑Ring regelmäßig auf Sand, Schmutz oder Beschädigungen überprüft werden. Eine dünne Schicht Silikonfett sorgt dafür, dass die Dichtung geschmeidig bleibt und der Deckel sauber schließt. Solange der Verschluss korrekt zugedreht ist, bleibt das Batteriefach auch bei Unterwassereinsätzen vollständig trocken.
Der Pro‑Pointer AT wird mit einer einzelnen 9‑Volt‑Batterie betrieben und bietet damit eine solide Laufzeit, die für mehrere Suchgänge ausreicht. Die Energieversorgung ist unkompliziert, zuverlässig und lässt sich unterwegs schnell wechseln, ohne dass Werkzeug benötigt wird. Durch die effiziente Elektronik bleibt der Verbrauch moderat, selbst wenn man den Pinpointer häufig nutzt oder längere Suchtage plant.
Batterietyp
Dieser PP verwendet eine klassische 9‑Volt‑Blockbatterie, die sich leicht einsetzen und bei Bedarf schnell austauschen lässt. Sowohl Alkaline‑ als auch wiederaufladbare 9‑Volt‑Akkus können verwendet werden, wobei Alkaline‑Batterien in der Regel die längste Laufzeit bieten. Das Batteriefach ist gut zugänglich und durch den Schraubverschluss sicher abgedichtet.
Laufzeit im Test
In der Praxis hält eine frische 9‑Volt‑Batterie je nach Nutzung mehrere Suchgänge durch (ca. 20 Stunden). Die Laufzeit hängt davon ab, wie häufig der Pinpointer eingeschaltet ist und welche Sensitivitätsstufe verwendet wird. Bei normaler Nutzung zeigt sich der Pro‑Pointer AT als sparsam und zuverlässig, ohne dass man ständig an den Batteriewechsel denken muss.
Verhalten bei schwacher Batterie
Wenn die Batterie fast leer ist, zeigt dieser PP ein sehr typisches Verhalten: Die Signale werden unregelmäßig, brechen ständig ab und kommen nur noch in kurzen Fragmenten durch. Dadurch lässt sich kaum noch zuverlässig arbeiten, da der Pinpointer das Ziel nicht mehr sauber anzeigt und die Reaktion immer wieder aussetzt. Dieses Verhalten tritt meist plötzlich auf und ist ein eindeutiger Hinweis darauf, dass die Batterie sofort gewechselt werden sollte. Mit einer frischen 9‑Volt‑Batterie arbeitet das Gerät wieder stabil und ohne Unterbrechungen.
Der Pro‑Pointer AT arbeitet mit VLF‑Technologie (Very Low Frequency) und nutzt eine feste Arbeitsfrequenz von 11,5 kHz. Diese Technik sorgt für ein ruhiges, präzises Signal und eine sehr kontrollierte Reaktion im Nahbereich. VLF‑Pinpointer eignen sich besonders gut für normale Böden wie Wald, Wiese und Acker, da sie dort stabil laufen und kleine Objekte zuverlässig erfassen. Die Technik ist weit verbreitet, da sie eine gute Balance aus Präzision, Reichweite und Bedienbarkeit bietet.
Funktionsprinzip der VLF‑Technik
VLF steht für „Very Low Frequency“ und beschreibt ein Verfahren, bei dem der Pinpointer ein kontinuierliches elektromagnetisches Wechselfeld erzeugt. Metallobjekte verändern dieses Feld, was das Gerät als Signal ausgibt. VLF‑Technik ist besonders präzise im letzten Zentimeter und ermöglicht eine sehr genaue Punktortung. In stark mineralisierten Böden oder nassem Sand kann sie jedoch schneller gestört werden – ein typisches Verhalten aller VLF‑Geräte. Im Gegenzug bietet VLF eine sehr feine Objektansprache und ein ruhiges Arbeitsverhalten in normalen Böden.
Wie sich das im Test bemerkbar macht
Im praktischen Einsatz zeigt der Pro‑Pointer AT ein ruhiges, kontrolliertes Verhalten in allen üblichen Suchumgebungen. Kleine Objekte werden zuverlässig erkannt, und die 360°‑Detektion erleichtert das schnelle Auffinden im Aushub. In stark mineralisierten Böden oder nassem Sand kann das Gerät etwas empfindlicher reagieren – typisch für VLF‑Technik –, lässt sich aber mit einem kurzen Retune sofort beruhigen. Die Reichweite liegt im oberen Bereich, und die Signalausgabe ist klar und gut dosiert. Insgesamt wirkt der Pinpointer präzise, stabil und praxistauglich – genau das, was man von einem VLF‑System erwartet.
Auch wenn die wichtigsten Eindrücke draußen im Gelände entstehen, liefern Tests in Innenräumen wertvolle Vergleichswerte unter kontrollierten Bedingungen. Sie zeigen, wie der Pinpointer unabhängig vom Boden reagiert, wie stabil die Elektronik arbeitet und wie präzise das Gerät auf unterschiedliche Metalle anspricht. Zuhause lassen sich Reichweite, Verhalten an großen Metallflächen und die Empfindlichkeit gegenüber elektromagnetischen Störquellen exakt nachvollziehen, ohne dass äußere Faktoren wie Mineralisierung, Feuchtigkeit oder Temperatur das Ergebnis beeinflussen. Diese Tests bilden eine solide Grundlage, um die Leistung des Pinpointers objektiv einzuordnen und später mit den Praxiserfahrungen im Gelände zu verbinden.
Reichweite an Münzen & Schmuck
Die Reichweitentests wurden unter kontrollierten Bedingungen in Innenräumen durchgeführt. Gemessen wurde auf allen drei Sensitivitätsstufen des Pro‑Pointer AT. Die Ergebnisse zeigen deutlich, wie stark die Reichweite je nach Objektgröße und Metallmasse variiert. Besonders kleine Schmuckstücke und dünne Ketten liegen erwartungsgemäß im unteren Bereich, während größere Münzen und massive Ringe deutlich bessere Werte erreichen.
Reichweite an Münzen
| Objekt | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|
| 2 € | 3,4 cm | 6,5 cm | 8 cm |
| 1 € | 3 cm | 5,5 cm | 7,2 cm |
| 50 Cent | 3 cm | 5,5 cm | 7,5 cm |
| 20 Cent | 2,8 cm | 5 cm | 6,7 cm |
| 10 Cent | 2,5 cm | 4,7 cm | 6 cm |
| 5 Cent | 2,6 cm | 5 cm | 6,5 cm |
| 2 Cent | 2,5 cm | 5 cm | 6,5 cm |
| 1 Cent | 1,8 cm | 4 cm | 5,3 cm |
Reichweite an Schmuck
| Objekt | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|
| Silberring (dick) | 2,5 cm | 4,6 cm | 6 cm |
| Goldring 585 (dick) | 3 cm | 5,5 cm | 7 cm |
| Silberarmband (dick) | 2,8 cm | 6 cm | 7,5 cm |
| Ohrring (1 cm) | 1,1 cm | 3 cm | 4,6 cm |
| Dünne Goldkette | keine Reaktion | keine Reaktion | nur bei Berührung |
| Silberanhänger (1 cm) | 0,7 cm | 2,4 cm | 4,3 cm |
Verhalten an großen Metallflächen
| Objekt | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|
| Heizkörper | 15 cm | 24 cm | 30 cm |
| Kochtopf | 12 cm | 20 cm | 24 cm |
| Backblech | 14 cm | 22 cm | 24 cm |
Störanfälligkeit im Innenraum
Im Innenraum zeigte der Pro‑Pointer AT keinerlei Störeinflüsse. Selbst in der Nähe typischer EMI‑Quellen wie WLAN‑Routern, LED‑Lampen, Netzteilen oder Stromleitungen blieb das Gerät vollständig stabil und reagierte nur auf echte Metallobjekte. Dieses Verhalten ist für einen gut abgestimmten VLF‑Pinpointer typisch, da die feste Arbeitsfrequenz des Geräts in Innenräumen nur selten gestört wird. Im direkten Vergleich reagierte der Metalldetektor selbst deutlich empfindlicher auf Innenraum‑Störungen, während der Pinpointer absolut ruhig blieb.
Er zeigt eine starke und stabile Reichweite auf allen gängigen Münzen und massiven Schmuckstücken. Kleine Objekte wie Ohrringe werden zuverlässig erkannt, während sehr dünne Ketten – typisch für VLF‑Pinpointer – erst bei direktem Kontakt reagieren. An großen Metallflächen liefert das Gerät solide Reichweiten und bleibt dabei gut kontrollierbar.
Die folgenden Eindrücke stammen aus meinen regelmäßigen Suchgängen in legalen Suchgebieten wie Parks, Wiesen und künstlich angelegten Testflächen. Dabei zeigt sich, wie sich der Pro‑Pointer AT unter realen Bedingungen verhält – unabhängig von kontrollierten Innenraumtests. Entscheidend sind hier Stabilität, Genauigkeit und die tatsächliche Praxistauglichkeit im Gelände.
Parks, Wiesen und Testflächen
Auf Park‑ und Wiesenflächen arbeitet dieser PP sehr stabil. Die VLF‑Technik sorgt dafür, dass er auch in leicht mineralisierten oder feuchten Böden ruhig bleibt und nur auf echte Metallobjekte reagiert. Grasnarbe, Wurzeln oder kleine Steine beeinflussen das Signal nicht. Fehlreaktionen traten bei meinen Suchgängen nicht oder nur sehr selten auf.
Reale Funde
Bei meinen Funden reagierte der Pinpointer stets zuverlässig. Münzen, Patronenhülsen, Alufolie, Nägel und kleinere Metallfragmente wurden klar erkannt. Auch schräg liegende oder teilweise verdeckte Objekte lösten ein eindeutiges Signal aus. Kleine Schmuckstücke werden erkannt, sehr dünne Ketten dagegen – typisch für VLF‑Pinpointer – erst bei direktem Kontakt.
Verhalten im Loch
Im Loch arbeitet der Garrett Pro‑Pointer AT sehr präzise. Selbst wenn die Lochwände feucht oder mineralisiert sind, bleibt das Signal stabil. Es wird zuverlässig angezeigt, ob sich das Objekt noch in der Wand, im Boden oder bereits im Aushub befindet. Das schnelle Retune‑Verhalten hilft dabei, das Ziel sauber einzugrenzen.
Genauigkeit beim Anpeilen
Die Detektionsspitze bietet eine sehr gute Zielgenauigkeit. Das Signal steigert sich gleichmäßig, je näher man dem Objekt kommt, was ein präzises Anpeilen ermöglicht. Auch kleine Objekte wie Ohrringe oder dünne Fragmente lassen sich gut lokalisieren, sofern sie ausreichend Metallmasse besitzen.
Bedienbarkeit der Taste im Gelände
Im längeren Praxiseinsatz ist mir ein weiterer Punkt aufgefallen: Die Vertiefungen rund um die Taste setzen sich bei feuchter Erde oder schlammigen Böden mit der Zeit zu. Dadurch wird der Knopf zunehmend schwerer zu drücken, weil der Schmutz den Druckpunkt beeinträchtigt. Das ist kein Defekt, sondern ein typisches Langzeitproblem der Bauform. Besonders gut bewährt hat sich hier ein kleiner Schutz: Ich lege ein Stück Karton oder Kunststoff direkt über die Taste und fixiere es anschließend mit Panzertape. Dadurch bleiben die Rillen sauber, der Druckpunkt wird nicht beeinträchtigt und die Taste lässt sich dauerhaft leichtgängig bedienen.
Die folgenden Punkte fassen die wichtigsten Stärken und Schwächen des Garrett Pro‑Pointer AT zusammen und basieren direkt auf meinen langjährigen Praxiserfahrungen im Gelände.
✅ Stärken
✅ Sehr stabile Leistung dank VLF‑Technik, auch in leicht mineralisierten Böden
✅ Hohe Zuverlässigkeit bei Münzen, massiven Schmuckstücken und realen Funden
✅ Präzise Zielgenauigkeit an der Spitze, ideal zum Eingrenzen im Loch
✅ Robuste Bauweise, gute Haptik und einfache Bedienung
✅ Schnelles Retune‑Verhalten für exaktes Nachjustieren
✅ Lange Laufzeit für unbeschwertes Suchen
❌ Schwächen
❌ Sehr dünne Ketten werden – typisch für VLF‑Pinpointer – nur bei direktem Kontakt erkannt
❌ Kein Lautstärkeregler, Signal ist immer gleich stark
❌ Bei stark leitfähigen Großobjekten kann das Gerät kurzzeitig „kleben“
❌ Nur drei Sensitivitätsstufen, keine Feineinstellung
❌ Taste setzt sich mit Erde zu – durch die Vertiefungen sammelt sich Schmutz, was das Drücken erschwert
Mein früherer Pro‑Pointer AT hatte einmal einen Defekt: Im Wasser löste er dauerhaft Signaltöne aus. Wurde zwar problemlos ersetzt, zeigt aber, dass auch robuste Geräte vereinzelt Schwächen haben können.
Fazit zum Garrett Pro‑Pointer AT
Der Pro‑Pointer AT hat sich über viele Jahre als äußerst zuverlässiger Begleiter erwiesen. Seine stabile VLF‑Technik, die klare Signalgebung und die präzise Spitze machen ihn im Alltag sehr effektiv – besonders bei Münzen und typischen Kleinfunden. Schwächen zeigt er nur bei sehr dünnen Ketten, was für VLF‑Pinpointer normal ist. Trotz eines früheren Garantiefalls bleibt der Pro‑Pointer AT für mich ein robustes, praxistaugliches und vertrauenswürdiges Werkzeug, das ich bei jedem Suchgang gerne nutze.
Hier findest du meine Bedienungsanleitung für den Garrett Pro‑Pointer AT als ➡️ PDF‑Download.
4.3 Minelab Pro‑Find 35 Pinpointer–Test & Erfahrungen

Der Minelab Pro‑Find 35 gehört seit Jahren zu den bekanntesten Pinpointern von Minelab und gilt als zuverlässiger Allrounder. Er bietet Ton‑ und Vibrationssignale, mehrere Sens‑Stufen und eine Ferrous‑Tone‑ID zur Unterscheidung von Eisen und Nichteisen. Im Gegensatz zum Pro‑Find 40 setzt der 35er auf ein bewährtes, etwas älteres Konzept, das bei vielen Sondengängern beliebt ist.
Ich hatte den Pro‑Find 35 mehrere Wochen im Einsatz und konnte ihn in verschiedenen Situationen testen – zuhause, auf Parks, Wiesen und im realen Gelände. Dabei habe ich ihn so genutzt, wie man es als Sondler typischerweise tut: im Aushub, direkt im Loch und beim präzisen Anpeilen kleiner Objekte.
Beim Pro‑Find 35 setzt Minelab auf ein eher klassisches Zubehörpaket, das sich auf die wichtigsten Bestandteile konzentriert. Für mich ist entscheidend, dass ein Pinpointer direkt einsatzbereit ist und die nötigen Grundkomponenten für Transport und sicheren Gebrauch im Gelände mitbringt – und das erfüllt der 35er ohne unnötigen Schnickschnack.
Was beim Minelab Pro‑Find 35 enthalten ist
Der Lieferumfang des Pro‑Find 35 umfasst alles, was man für den direkten Start benötigt:
- PRO‑FIND 35 Pinpointer
- Holster zur sicheren Befestigung am Gürtel
- 9V Batterie für den sofortigen Einsatz
- Mehrsprachige Bedienungsanleitung
Damit ist der Pro‑Find 35 sofort einsatzbereit und deckt die grundlegenden Anforderungen für den Sondelalltag ab.
Beim Pro‑Find 35 setzt Minelab auf ein bewährtes Gehäusedesign, das seit Jahren für seine Robustheit bekannt ist. Ein Pinpointer muss im Gelände einiges aushalten: Druck im Loch, Feuchtigkeit, Sand, Stöße und wechselnde Temperaturen. Gerade deshalb ist eine saubere Verarbeitung entscheidend, damit das Gerät auch nach vielen Einsätzen zuverlässig bleibt. Beim Pro‑Find 35 fällt sofort auf, dass Minelab hier auf langlebige Materialien und eine solide Konstruktion setzt.
Erster Eindruck & Materialbewertung
Er wirkt bereits beim ersten Anfassen sehr stabil und hochwertig. Das Gehäuse besteht aus einem widerstandsfähigen Kunststoff, der leicht strukturiert ist und dadurch guten Halt bietet. Der Griffbereich ist gummiert und sorgt dafür, dass der Pro-Find 35 auch bei Nässe oder mit Handschuhen sicher in der Hand liegt. Die Spitze macht einen robusten Eindruck und wirkt so, als würde sie auch bei häufigem Bodenkontakt und härteren Einsätzen nicht so schnell verschleißen.
Zusammenbau & Ersteindruck
Der Zusammenbau des Pro‑Find 35 ist sauber ausgeführt. Der Batteriedeckel sitzt fest, lässt sich aber dennoch problemlos öffnen und schließen. Die Abdichtung erfolgt über einen O‑Ring, der einen soliden Eindruck macht und dafür sorgt, dass Feuchtigkeit nicht so leicht ins Innere gelangt. Die LED ist sauber ins Gehäuse integriert, und auch die Elektronik wirkt präzise abgestimmt. Nichts klappert, nichts wirkt locker – der Pinpointer vermittelt insgesamt ein zuverlässiges, langlebiges Gefühl.
Passgenauigkeit
Die Passgenauigkeit der einzelnen Bauteile ist beim Pro‑Find 35 gut umgesetzt. Die Gehäuseschalen schließen sauber ab, und der Batteriedeckel sitzt sicher im Gewinde. Die Gummierung am Handteil ist ordentlich verarbeitet und bietet einen rutschfesten Halt, auch wenn der PP verschmutzt oder nass ist. Wie bei vielen gummierten Griffzonen können sich in kleinen Spalten zwischen Gummi, Spitze und Batteriedeckel feine Schmutzpartikel sammeln – das ist normal und lässt sich mit etwas Pflege gut in den Griff bekommen.
Die Spitze ist stabil gefertigt und sauber in das Gehäuse integriert. Die LED sitzt bündig, und auch der Lautsprecherbereich ist ordentlich ausgeführt. Die Tasten sind ebenfalls präzise eingesetzt, allerdings relativ flach, was die Bedienung mit dicken Handschuhen etwas erschweren kann – ein typisches Merkmal dieser Modellreihe.
Hinweis aus der Praxis
Auch wenn der Pro‑Find 35 robust gebaut ist, lohnt es sich, die Spitze zusätzlich zu schützen. Scharfe Steine, Wurzeln oder Metallkanten können langfristig Spuren hinterlassen. Eine Lage Panzertape, ein Schrumpfschlauch oder eine passende Schutzhülle aus dem Zubehör verlängert die Lebensdauer deutlich – ähnlich wie man es von Spulenschutzkappen bei Metalldetektoren kennt.
Der Pro‑Find 35 liegt ergonomisch angenehm in der Hand und folgt dem typischen Minelab‑Design mit einem etwas breiteren Handteil. Dadurch entsteht ein sehr stabiles Griffgefühl, das besonders beim Arbeiten im Loch oder im Aushub von Vorteil ist. Die großflächige Gummierung sorgt für hervorragenden Halt – selbst bei Nässe, Schlamm oder kalten Fingern. Das Gewicht ist gut verteilt, sodass der Pinpointer weder kopflastig wirkt noch beim längeren Einsatz ermüdet. Insgesamt lässt sich der 35er präzise führen und vermittelt ein wertiges, robustes Handling.
Zwei‑Knopf‑Bedienung
Der Pro‑Find 35 wird ebenfalls über zwei Tasten gesteuert, deren Funktionen klar voneinander getrennt sind:
- Haupttaste: Ein‑/Ausschalten, Retune
- Funktionstaste: Sensitivität, Ton/Vibration, Ferrous Tone ID (automatisch aktiv)
Beide Tasten reagieren zuverlässig und geben ein klares Feedback. Sie sind jedoch etwas flacher ausgeführt, wodurch sie sich bei stark verschmutztem Gerät oder mit dicken Handschuhen nicht ganz so leicht ertasten lassen wie beim Garrett Pro‑Pointer AT. Trotzdem bleibt die Bedienung intuitiv, da die Funktionen logisch angeordnet sind und das Gerät ohne Verzögerung reagiert. Durch die getrennten Tasten entfällt das Durchklicken über Mehrfachdrücke, was die Bedienung übersichtlich hält.
Menüführung
Der Pro‑Find 35 besitzt keine klassische Menüstruktur. Stattdessen werden alle Funktionen direkt über kurze oder längere Tastendrücke ausgelöst. Das macht die Bedienung unkompliziert und verhindert, dass man sich durch verschachtelte Menüs kämpfen muss. Die wichtigsten Einstellungen – insbesondere die Sensitivität – sind schnell erreichbar, ohne dass man sich komplexe Klickfolgen merken muss. Dadurch bleibt die Bedienung auch im Gelände angenehm übersichtlich.
Griffgefühl, Gewicht & Balance
Das Griffgefühl des 35er ist sehr angenehm. Die Gummierung verhindert zuverlässig ein Abrutschen, selbst wenn der Pinpointer komplett verschmutzt ist. Das breitere Handteil liegt stabil in der Hand und vermittelt ein robustes, langlebiges Gefühl. Die Balance ist gut abgestimmt: Er wirkt weder zu leicht noch zu schwer und lässt sich präzise führen. Die stabile Spitze und das solide Gehäuse tragen zu einem insgesamt stimmigen ergonomischen Eindruck bei.
Die Reichweite eines Pinpointers entscheidet maßgeblich darüber, wie schnell ein Fund im Boden lokalisiert werden kann. Beim Pro‑Find 35 spielt dabei nicht nur die maximale Tiefe eine Rolle, sondern auch, wie stabil er auf den verschiedenen Sensitivitätsstufen arbeitet und wie er auf unterschiedlich große Objekte reagiert. Kleine Ziele werden naturgemäß flacher erkannt, während größere Metallstücke deutlich mehr Tiefe ermöglichen. Die Sens‑Stufe beeinflusst zusätzlich, wie weit der Pinpointer anspricht und wie ruhig er sich im Boden verhält. Insgesamt liefert der Pro‑Find 35 eine solide und gleichmäßige Tiefenleistung, die für ein Gerät dieser Klasse absolut angemessen ist.
Reichweite an kleinen Objekten
Kleine Ziele wie dünne Münzen, winzige Schmuckteile oder schmale Metallfragmente erkennt der 35er zuverlässig, allerdings auf kürzere Distanz als größere Objekte. In der Praxis liegen die Werte meist im Bereich weniger Zentimeter, abhängig von Bodenbeschaffenheit und gewählter Sens‑Stufe. Die Signalgebung bleibt dabei stabil und gut nachvollziehbar, was besonders beim präzisen Nachführen im Loch hilfreich ist. Eine ruhige Annäherung verbessert die Reaktionsgenauigkeit deutlich, da er als VLF‑Pinpointer eher direkt reagiert.
Reichweite an größeren Objekten
Bei größeren Metallstücken zeigt der Pro‑Find 35 spürbar mehr Tiefe. Dickere Ringe, größere Münzen oder kompaktere Metallteile werden deutlich früher erkannt, und die Reichweite steigt je nach Objektgröße und Sens‑Stufe merklich an. Besonders im lockeren Boden oder im Aushub arbeitet der Pinpointer stabil und liefert klare, gut interpretierbare Signale. Die Tiefenleistung ist insgesamt solide und entspricht dem, was man von einem bewährten VLF‑Gerät erwarten kann.
Verhalten bei unterschiedlichen Sens‑Stufen
Der Pro‑Find 35 bietet mehrere Empfindlichkeitsstufen, die sich direkt auf die Reichweite auswirken:
- Niedrige Stufe: sehr ruhig, kurze Reichweite, ideal für mineralisierte Böden oder wenn das Ziel bereits fast freiliegt
- Mittlere Stufen: guter Kompromiss aus Tiefe und Stabilität, geeignet für die meisten Suchbedingungen
- Höchste Stufe: maximale Reichweite, kann in stark mineralisierten Böden etwas empfindlicher reagieren
Ein kurzes Retune hilft jederzeit dabei, die Reichweite anzupassen und die Reaktion zu präzisieren. Dadurch bleibt der Minelab Pro‑Find 35 flexibel einsetzbar, auch wenn er nicht ganz so feinfühlig reagiert wie modernere Modelle.
Die Stabilität eines Pinpointers zeigt sich vor allem dann, wenn der Untergrund schwieriger wird oder mehrere Störquellen gleichzeitig wirken. Der Pro‑Find 35 nutzt VLF‑Technik und reagiert daher grundsätzlich sensibler auf leitfähige Böden und elektromagnetische Einflüsse als ein PI‑Pointer. Gleichzeitig verfügt er über Minelabs DIF‑System, das Störungen durch den Metalldetektor reduziert und das Gerät im Zusammenspiel mit dem Detektor spürbar ruhiger macht. Insgesamt zeigt der 35er ein stabiles Verhalten, solange man die Sens‑Stufe passend zur Umgebung wählt.
Mineralisierte Böden
In mineralisierten Böden zeigt der PP ein typisches VLF‑Verhalten: Auf hohen Sens‑Stufen kann das Signal etwas unruhiger werden, besonders wenn der Boden stark eisenhaltig oder rotfärbend ist. Das äußert sich durch kurze Tonimpulse oder ein leichtes Zittern im Signal. Mit einem schnellen Retune lässt sich das Gerät jedoch zuverlässig beruhigen. Auf mittlerer Sensitivität arbeitet der 35er in solchen Böden meist angenehm kontrolliert und liefert klare, gut interpretierbare Reaktionen.
Nasser Sand
Feuchter, salzhaltiger Sand stellt für viele VLF‑Pinpointer eine Herausforderung dar – und der Pro‑Find 35 bildet hier keine Ausnahme. In der Nähe der Wasserlinie kann er etwas empfindlicher reagieren, da der leitfähige Sand das Signal beeinflusst. Durch Reduzieren der Sens‑Stufe oder ein kurzes Retune lässt sich das Verhalten jedoch gut stabilisieren. Im trockenen Sand bleibt er dagegen ruhig und zeigt ein sehr konstantes Signalverhalten.
EMI (elektromagnetische Störungen)
Elektromagnetische Einflüsse können auftreten, wenn man sich in der Nähe von Stromleitungen, Funkmasten, elektrischen Zäunen oder dem eigenen Metalldetektor befindet. Der Pinpointer reagiert darauf meist mit kurzen Piepsen oder einem leicht unruhigen Signal. Ein kleiner Abstand zur Störquelle reicht in vielen Fällen aus, um das Gerät wieder zu beruhigen. Das integrierte DIF‑System hilft zusätzlich dabei, Störungen durch den Metalldetektor zu minimieren, sodass er im direkten Umfeld des Detektors deutlich ruhiger arbeitet als viele ältere VLF‑Modelle.
Der Minelab Pro‑Find 35 bietet eine Reihe sinnvoller Funktionen, die den Einsatz im Gelände erleichtern und das Gerät flexibel an unterschiedliche Situationen anpassen. Dazu gehören fünf Sensitivitätsstufen, wählbare Ton‑ und Vibrationssignale, eine LED‑Beleuchtung, ein Lost‑Alarm, Rapid Re‑Tune sowie Minelabs DIF‑System zur Reduzierung von Störungen durch den Metalldetektor. Die Bedienung bleibt trotz der Funktionsvielfalt übersichtlich, da alle Einstellungen direkt über die beiden Tasten erreichbar sind.
Sensitivität
Der Pro‑Find 35 verfügt über fünf Sens‑Stufen, die sich direkt auf Reichweite und Signalverhalten auswirken. Die Abstufung ist klar spürbar:
- niedrige Stufen: ruhiger Lauf, kurze Reichweite, ideal für mineralisierte Böden
- mittlere Stufen: ausgewogenes Verhalten für die meisten Situationen
- höchste Stufe: maximale Tiefe, aber etwas empfindlicher gegenüber Störeinflüssen
Die Sensitivität wird über die Funktionstaste gewechselt. Die Reaktion bleibt dabei gut kontrollierbar, solange man die Stufe passend zum Untergrund wählt.
Ton / Vibration
Der Pro‑Find 35 bietet die Möglichkeit, zwischen Ton, Vibration oder einer Kombination aus beidem zu wählen. Die Intensität steigt mit der Nähe zum Objekt, was eine präzise Ortung ermöglicht. Die Vibrationsfunktion ist besonders praktisch, wenn man unauffällig arbeiten möchte oder in lauter Umgebung unterwegs ist. Die Signale sind klar definiert und lassen sich gut interpretieren.
LED‑Beleuchtung
Die integrierte LED erleichtert das Arbeiten in dunklen Löchern oder bei schlechten Lichtverhältnissen. Sie ist nicht übermäßig hell, aber ausreichend, um den Bereich vor der Spitze auszuleuchten. Die LED sitzt sauber im Gehäuse und ist so positioniert, dass sie den Arbeitsbereich gut trifft.
Rapid Re‑Tune
Mit einem kurzen Tastendruck lässt sich der Pro‑Find 35 sofort neu kalibrieren. Das ist besonders hilfreich:
- wenn der Boden stark mineralisiert ist
- wenn der Pinpointer zu weit reagiert
- wenn man sehr nah am Objekt arbeitet
Wird Re‑Tune direkt über dem Ziel ausgeführt, reagiert der Pinpointer erst auf unmittelbare Nähe – ideal für präzises Nachführen.
DIF‑System
Der Pro‑Find 35 verfügt über Minelabs DIF‑Technologie, die Störungen durch den Metalldetektor reduziert. Das sorgt dafür, dass der PP im direkten Umfeld des Detektors ruhiger arbeitet und weniger Fehlreaktionen zeigt. Besonders beim parallelen Arbeiten mit leistungsstarken Detektoren ist das ein spürbarer Vorteil.
Lost‑Alarm
Wenn der Pinpointer längere Zeit nicht bewegt wird, aktiviert sich automatisch der Lost‑Alarm. Das Gerät gibt in regelmäßigen Abständen ein akustisches Signal ab, sodass man es im Gras oder im Aushub leichter wiederfindet. Eine einfache, aber sehr nützliche Funktion im Gelände.
Factory Reset
Der Pro‑Find 35 kann jederzeit auf Werkseinstellungen zurückgesetzt werden. Das ist hilfreich, wenn man versehentlich Einstellungen verändert hat oder das Gerät nach längerer Nutzung wieder in den Ausgangszustand bringen möchte.
Der Pro‑Find 35 ist nach IP68 zertifiziert und damit vollständig gegen Staub geschützt sowie für den dauerhaften Einsatz unter Wasser geeignet. Die Wasserdichtigkeit ist bis zu einer Tiefe von 3 Metern ausgelegt, was ihn für den Einsatz am Strand, in Bächen, an Uferbereichen oder bei starkem Regen praxistauglich macht. Die robuste Gehäusekonstruktion und die auffällige Farbgebung sorgen dafür, dass er auch unter Wasser gut sichtbar bleibt und sich leicht wiederfinden lässt.
Verhalten im Wasser
Unter Wasser zeigt der Pro‑Find 35 ein stabiles und vorhersehbares Verhalten. In Süßwasser arbeitet er ruhig und reagiert zuverlässig auf Ziele in unmittelbarer Nähe. In salzhaltigem Meerwasser kann das Signal etwas lebhafter werden, da der leitfähige Untergrund die VLF‑Technik stärker beeinflusst. Ein kurzer Re‑Tune reicht jedoch meist aus, um das Gerät wieder zu stabilisieren. Ton und Vibration funktionieren auch unter Wasser zuverlässig, wobei die Vibrationsfunktion besonders hilfreich ist, da akustische Signale unter Wasser schnell gedämpft werden.
Abdichtung der Batterie
Das Batteriefach dieses Pinpointers wird über einen O‑Ring abgedichtet, der sauber im Deckel sitzt und das Eindringen von Wasser verhindert. Damit die Wasserdichtigkeit langfristig erhalten bleibt, sollte die Dichtung regelmäßig kontrolliert werden – insbesondere nach Einsätzen im Sand oder Salzwasser. Eine dünne Schicht Silikonfett hält den O‑Ring geschmeidig und sorgt dafür, dass der Deckel sauber schließt. Solange der Verschluss korrekt zugedreht ist, bleibt das Batteriefach auch bei Unterwassereinsätzen zuverlässig trocken.
Der Pro‑Find 35 wird mit einer einzelnen 9‑Volt‑Batterie betrieben und zeigt in der Praxis eine zuverlässige und alltagstaugliche Laufzeit. Die Energieversorgung ist unkompliziert und lässt sich unterwegs schnell wechseln, ohne Werkzeug oder besondere Vorbereitung. Die Elektronik des Geräts arbeitet effizient, sodass der Verbrauch auch bei längeren Suchsessions moderat bleibt.
Batterietyp
Der Pinpointer verwendet eine klassische 9‑Volt‑Blockbatterie (PP3). Diese lässt sich leicht einsetzen und bei Bedarf schnell austauschen. Sowohl Alkaline‑Batterien als auch wiederaufladbare 9‑Volt‑Akkus können verwendet werden. In der Praxis bieten Alkaline‑Batterien meist die längste Laufzeit, während Akkus eine nachhaltige Alternative darstellen. Das Batteriefach ist gut zugänglich und wird über einen Schraubverschluss sicher abgedichtet.
Laufzeit im Test
In der Praxis hält eine frische 9‑Volt‑Batterie je nach Nutzung mehrere Suchgänge durch. Wie lange der Pro‑Find 35 tatsächlich durchhält, hängt jedoch nicht nur von der Sens‑Stufe, der LED‑Nutzung oder der Häufigkeit der Signale ab, sondern auch von der Qualität und dem tatsächlichen Ladezustand der eingesetzten Batterie.
9‑Volt‑Batterien unterscheiden sich deutlich in ihrer Kapazität: Einige Modelle liefern eine höhere Anfangsspannung und halten länger durch, während günstigere oder bereits teilentladene Batterien spürbar kürzere Laufzeiten bieten. Das erklärt, warum die Nutzungsdauer in der Praxis schwanken kann, selbst wenn man das Gerät immer gleich verwendet.
Mit einer hochwertigen Alkaline‑Batterie zeigt der PP insgesamt eine gute und verlässliche Laufzeit, sodass man mehrere Suchtage abdecken kann, ohne ständig an einen Wechsel denken zu müssen.
Verhalten bei schwacher Batterie
Wenn die Batterie zur Neige geht, zeigt der 35er ein deutliches Verhalten: Die Signale werden unregelmäßiger, reagieren verzögert oder brechen kurz ab. Das Gerät wirkt dann insgesamt weniger stabil und zeigt das Ziel nicht mehr sauber an. Dieses Verhalten tritt meist relativ plötzlich auf und ist ein klarer Hinweis darauf, dass die Batterie gewechselt werden sollte. Mit einer frischen 9‑Volt‑Batterie arbeitet der Pinpointer sofort wieder zuverlässig und ohne Aussetzer.
Der Pro‑Find 35 arbeitet mit VLF‑Technologie und setzt dabei auf eine feste Arbeitsfrequenz, die für ein kontrolliertes und gut nachvollziehbares Signal sorgt. Diese Technik ist besonders für typische Suchumgebungen wie Wald, Wiese und Acker geeignet, da sie dort stabil läuft und kleine Objekte zuverlässig erfasst. Im Gegensatz zu PI‑Pinpointern reagiert ein VLF‑Gerät direkter auf Veränderungen im Boden, bietet dafür aber eine sehr feine Rückmeldung im Nahbereich. Er liefert insgesamt eine solide Kombination aus Präzision und Stabilität, die sich im Alltag bewährt.
Funktionsprinzip der VLF‑Technik
Bei der VLF‑Technologie erzeugt der Pinpointer ein kontinuierliches elektromagnetisches Wechselfeld. Metallische Objekte verändern dieses Feld, und diese Veränderung wird als Signal ausgegeben.
Der Vorteil: VLF‑Geräte reagieren besonders feinfühlig, wenn man sich dem Ziel sehr nah nähert. Dadurch lässt sich die genaue Position eines Objekts präzise bestimmen.
Wie bei allen VLF‑Systemen gilt jedoch: In stark mineralisierten Böden oder nassem Sand kann der PP etwas empfindlicher reagieren, da der Untergrund selbst leitfähig ist. Dieses Verhalten ist normal und lässt sich durch Retune oder eine niedrigere Sens‑Stufe gut kontrollieren.
Wie sich das im Test bemerkbar macht
Im praktischen Einsatz zeigt der Minelab Pro‑Find 35 ein ruhiges und gut steuerbares Verhalten in den meisten Böden. Kleine Objekte werden zuverlässig erkannt, und die 360°‑Detektion erleichtert das Auffinden im Aushub. In schwierigen Böden kann das Signal etwas lebhafter werden, lässt sich aber mit einem kurzen Re‑Tune schnell stabilisieren. Die Reichweite liegt im typischen Bereich eines modernen VLF‑Pinpointers und bietet eine gute Balance aus Tiefe und Präzision. Insgesamt wirkt der Pro‑Find 35 zuverlässig, kontrolliert und praxistauglich – genau das, was man von einem bewährten VLF‑System erwartet.
Auch wenn die entscheidenden Eindrücke später draußen im Gelände entstehen, liefern kontrollierte Tests in Innenräumen eine wertvolle Grundlage, um das Verhalten des Pro‑Find 35 objektiv einzuordnen. Ohne störende Einflüsse wie Bodenfeuchtigkeit, Mineralisierung oder Temperaturschwankungen lässt sich sehr genau nachvollziehen, wie der Pinpointer auf unterschiedliche Metalle reagiert, wie stabil die Elektronik arbeitet und wie sich die einzelnen Sens‑Stufen auswirken. Solche Heimtests zeigen klar, wo die Stärken des Geräts liegen und welche Unterschiede zwischen kleinen, mittelgroßen und massiven Objekten bestehen. Gleichzeitig ermöglichen sie einen direkten Vergleich mit anderen Pinpointern, da alle Bedingungen identisch sind.
Reichweite an Münzen & Schmuck
Für die Reichweitentests wurden die Sens‑Stufen 1, 3 und 5 des Pro‑Find 35 genutzt. Die Messungen zeigen deutlich, wie stark die Reichweite von der Größe, Form und Metallmasse des jeweiligen Objekts abhängt. Kleine Schmuckstücke und filigrane Ketten reagieren naturgemäß nur auf sehr kurze Distanz, während größere Münzen und massive Ringe deutlich bessere Werte erreichen. Die Ergebnisse machen außerdem sichtbar, wie der Pro‑Find 35 zwischen den getesteten Stufen skaliert und wie kontrolliert er selbst auf der höchsten Stufe arbeitet.
Reichweite an Münzen
| Münze | Stufe 1 | Stufe 3 | Stufe 5 |
|---|---|---|---|
| 2 € | 3 cm | 7 cm | 7,5 cm |
| 1 € | 2 cm | 5,5 cm | 6,7 cm |
| 50 Cent | 2,5 cm | 5,5 cm | 6,8 cm |
| 20 Cent | 2,3 cm | 5,2 cm | 6,4 cm |
| 10 Cent | 2,2 cm | 5 cm | 6,1 cm |
| 5 Cent | 2,5 cm | 4,2 cm | 6,7 cm |
| 2 Cent | 2,5 cm | 3,8 cm | 6,2 cm |
| 1 Cent | 2 cm | 3,1 cm | 5,2 cm |
Reichweite an Schmuck
| Objekt | Stufe 1 | Stufe 3 | Stufe 5 |
|---|---|---|---|
| Silberring (dick) | 2 cm | 4,5 cm | 6 cm |
| Goldring 585 (dick) | 2,5 cm | 5,4 cm | 6,8 cm |
| Silberarmband (dick) | 1,5 cm | 5,8 cm | 7 cm |
| Ohrring 1 cm | 1,4 cm | 3,3 cm | 4,4 cm |
| Dünne Goldkette | keine Reaktion | keine Reaktion | 0,3 cm |
| Silberanhänger 1 cm | 1,1 cm | 2,5 cm | 4 cm |
Verhalten an großen Metallflächen
| Objekt | Stufe 1 | Stufe 3 | Stufe 5 |
|---|---|---|---|
| Heizkörper | 18 cm | 29 cm | 30 cm |
| Kochtopf | 13 cm | 18 cm | 23 cm |
| Backblech | 11,5 cm | 17 cm | 23 cm |
Störanfälligkeit im Innenraum
Im Innenraum zeigt der Pro‑Find 35 ein insgesamt ruhiges und gut kontrollierbares Verhalten. Typische Störquellen wie LED‑Lampen, Netzteile oder WLAN‑Router beeinflussen das Gerät kaum, solange man nicht direkt an der Störquelle arbeitet. Die Elektronik reagiert stabil, und der Pinpointer gibt nur dann ein Signal aus, wenn tatsächlich ein Metallobjekt in Reichweite ist. Auch im Zusammenspiel mit dem Metalldetektor bleibt das Gerät dank DIF‑Technologie weitgehend unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Einflüssen.
Bei den Reichweitentests zeigt dieser Pinpointer ein gut nachvollziehbares und reproduzierbares Signalverhalten. Münzen und massive Schmuckstücke werden zuverlässig erfasst, während kleinere Objekte wie Ohrringe oder filigrane Ketten erwartungsgemäß etwas zurückhaltender reagieren. An großen Metallflächen bleibt das Gerät klar steuerbar und liefert ein sauberes, gleichmäßiges Signal, das sich gut für Vergleichstests und spätere Einschätzungen im Gelände nutzen lässt.
Nachdem der Pro‑Find 35 im Heimtest bereits zuverlässig gearbeitet hatte, wollte ich wissen, wie er sich unter realen Bedingungen schlägt. Erst draußen zeigt sich, wie ein Pinpointer mit wechselnden Bodentypen, Feuchtigkeit und Störeinflüssen zurechtkommt. Deshalb habe ich den 35er auf einer Liegewiese, im Park, im Aushub und direkt im Grabungsloch getestet – also genau dort, wo man ihn als Sondengänger typischerweise einsetzt.
Da ich im Alltag meist etwas schnellere PP nutze, war ich gespannt, wie sich der Pro‑Find 35 in meinen gewohnten Arbeitsrhythmus einfügt. Seine Signalführung ist direkter abgestimmt als beim Pro‑Find 40, was sich im praktischen Einsatz bemerkbar macht.
Verhalten im Loch (Pro‑Find 35)
Draußen zeigte der Pro‑Find 35 eine direkte und gut nachvollziehbare Arbeitsweise. Das Signal baut sich etwas schneller auf und reagiert spontaner als beim Pro‑Find 40, was besonders beim Abtasten der zuvor detektierten Fläche angenehm auffällt. Die Reichweite liegt im üblichen Bereich und war in meinen Tests bei einer 2‑Euro‑Münze leicht höher als beim 40er, was sich vor allem bei flach liegenden Objekten bemerkbar machte.
Der Ton ist klar und gut hörbar, und die Vibration ist etwas leichter als bei vielen anderen Pinpointern, bleibt aber gut spürbar. Dadurch lässt er sich draußen sehr intuitiv führen. In der Nähe von Störquellen wie Metalldetektoren oder Smartphones reagierte er gelegentlich etwas empfindlicher, beruhigte sich jedoch nach einem kurzen Aus‑ und Einschalten sofort wieder. Insgesamt arbeitet der Pro‑Find 35 zuverlässig und direkt.
Genauigkeit beim Anpeilen (Pro‑Find 35)
Die Zielgenauigkeit des Pro‑Find 35 war in meinem Test gut. Das Signal baut sich klar und definiert auf, sodass sich der Fundpunkt präzise eingrenzen lässt. Ton und Vibration sind ausgewogen, wodurch beide Rückmeldungen gut nutzbar sind. Besonders bei kleineren oder ungünstig liegenden Objekten hilft die direkte Signalführung dabei, schnell die richtige Stelle zu finden.
Die folgenden Punkte fassen die wichtigsten Stärken und Schwächen des Minelab Pro‑Find 35 kompakt zusammen und basieren direkt auf meinen Praxistests im Gelände.
✅ Stärken
✅ Direkte, schnelle Signalreaktion
✅ Etwas bessere Reichweite auf 2‑Euro‑Münzen
✅ Klarer, gut hörbarer Ton
✅ Leichte, aber gut spürbare Vibration
✅ Sehr intuitive Führung durch unmittelbare Rückmeldung
✅ Ziel bleibt beim Nachführen stabil erhalten
✅ Präzise Feinarbeit durch direkte Signalführung
✅ Robustes, stabiles Gehäuse für den regelmäßigen Feldeinsatz
✅ Die Möglichkeit Eisen Diskriminierung zu verwenden
❌ Schwächen
❌ Etwas empfindlicher gegenüber Störquellen
❌ Gelegentlich dauerhafter Ton, der ein Neustarten erfordert
❌ Weniger ruhige Signalcharakteristik, wirkt etwas „lebendiger“
❌ Flache Tasten und rundes Gehäuse erschweren das Ertasten (wie beim 40er)
❌ Vibration nicht so stark
Fazit zum Minelab Pro‑Find 35
Der Pro‑Find 35 arbeitet zuverlässig und liefert eine klare Rückmeldung, auch wenn die Signalführung im direkten Vergleich etwas langsamer wirkt. Münzen und Kleinfunde erkennt er sauber, und insgesamt verhält er sich stabil. Die flacheren Tasten bleiben jedoch ein echter Kritikpunkt, da sie sich beim schnellen Arbeiten nicht immer sofort ertasten lassen. Trotzdem ist der 35er ein solider Pinpointer, der bei jedem Wetter gut nutzbar ist und ohne große Überraschungen funktioniert.
Hier findest du meine Bedienungsanleitung für den Minelab Pro-Find 35 als ➡️ PDF‑Download.
4.2 Minelab Pro‑Find 40 Pinpointer–Test & Erfahrungen

Der Minelab Pro‑Find 40 ist das aktuelle Topmodell der Pro‑Find‑Serie und arbeitet mit VLF‑Technologie, kombiniert mit Minelabs DIF‑System zur Reduzierung von Störungen. Zusätzlich verfügt er über eine Ferrous Tone ID, die Eisen und Nichteisen akustisch unterscheidet, sowie die Möglichkeit, bestimmte Metalle auszublenden, wenn man den Pinpointer direkt auf dem Objekt einschaltet.
Für meinen Test hatte ich den Pro‑Find 40 mehrere Wochen im Einsatz und konnte ihn ausführlich auf Reichweite, Stabilität, Bedienung und Praxistauglichkeit prüfen. Auch wenn ich mit diesem Modell keine jahrelange Erfahrung habe wie mit meinem Garrett, ermöglichen die strukturierten Tests ein sehr klares Bild seiner Stärken, Schwächen und seines Verhaltens in verschiedenen Situationen.
Beim Lieferumfang eines Pinpointers ist für mich wichtig, dass alle wesentlichen Zubehörteile direkt enthalten sind, damit man ohne zusätzliche Käufe sofort starten kann. Gerade bei hochwertigen Geräten erwarte ich ein vollständiges und praktisches Set, das sowohl Transport als auch sicheren Einsatz im Gelände ermöglicht.
Was beim Minelab Pro‑Find 40 enthalten ist
Der Lieferumfang des Pro‑Find 40 umfasst alles, was man für den sofortigen Einsatz benötigt:
- PRO‑FIND 40 Pinpointer mit Lautsprecher und LED‑Taschenlampe
- Holster zur sicheren Befestigung am Gürtel
- Umhängeband (Lanyard) zur Sicherung gegen Verlust
- 9V PP3 Batterie für den direkten Start
- Mehrsprachige Anweisungen (Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch)
- 2 Jahre Gewährleistung
Damit ist der Pro‑Find 40 vollständig einsatzbereit, ohne dass man zusätzliches Zubehör kaufen muss.
Die Verarbeitung und Materialqualität spielt bei einem Pinpointer eine entscheidende Rolle, denn im Gelände wird das Gerät ständig belastet: Feuchtigkeit, Druck im Loch, Stöße, Sand und Temperaturschwankungen setzen jedem Gehäuse zu. Gerade bei Billigmodellen habe ich in der Vergangenheit erlebt, wie schnell schwache Kunststoffe, schlecht sitzende Dichtungen oder unpräzise gefertigte Bauteile an ihre Grenzen kommen. Ein hochwertig verarbeiteter Pinpointer hält solchen Belastungen stand und bleibt auch nach vielen Einsätzen zuverlässig dicht und funktionsfähig. Genau deshalb schaue ich beim Pro‑Find 40 besonders genau auf die Verarbeitung und die Qualität der verwendeten Materialien.
Erster Eindruck & Materialbewertung
Schon beim ersten Anfassen wirkt der Minelab Pro‑Find 40 typisch „Minelab“: sehr hochwertig, robust und sauber gefertigt. Das Gehäuse besteht aus einem widerstandsfähigen Kunststoff, der leicht strukturiert ist und sich stabil anfühlt. Der gummierte Griffbereich sorgt für sicheren Halt – selbst bei Nässe, Schlamm oder wenn man mit Handschuhen arbeitet. Die Spitze macht einen besonders soliden Eindruck und wirkt so, als würde sie auch langfristig härtere Einsätze problemlos wegstecken.
Zusammenbau & Ersteindruck
Der PP ist insgesamt sehr sauber montiert. Der Batteriedeckel sitzt fest, wackelt nicht und lässt sich ohne Hakeln öffnen und schließen. Die Abdichtung erfolgt über einen stabilen O‑Ring, der einen zuverlässigen Eindruck macht. Beim ersten Einschalten reagiert das Gerät sofort, die LED schließt bündig mit dem Gehäuse ab und die Elektronik wirkt insgesamt präzise abgestimmt. Nichts klappert, nichts wirkt billig – der Pinpointer vermittelt direkt das Gefühl eines langlebigen Werkzeugs.
Passgenauigkeit
Die Passgenauigkeit des Pro‑Find 40 ist insgesamt sehr überzeugend. Die Gehäuseschalen schließen sauber miteinander ab, und auch der Batteriedeckel sitzt fest im Gewinde, ohne zu wackeln oder Spiel zu haben. Die Gummierung am Handteil ist hochwertig verarbeitet und bietet einen absolut rutschfesten Halt, selbst wenn der Pinpointer nass, schlammig oder mit Erde bedeckt ist. Zwischen der Gummierung, der Spitze und dem Batteriedeckel entstehen allerdings kleine Spalten, in denen sich feiner Schmutz sammeln kann – ein typisches Detail bei gummierten Griffzonen, das man bei der Reinigung berücksichtigen sollte.
Die Spitze wirkt sehr robust und ist sauber in das Gehäuse integriert. Die LED schließt bündig mit dem Kunststoff ab und zeigt keine sichtbaren Übergänge. Die Tasten sind präzise eingesetzt, allerdings relativ flach ausgeführt, wodurch sie sich bei stark verschmutztem Gerät nicht ganz so leicht ertasten lassen wie beim Garrett Pro‑Pointer AT. Der Lautsprecherbereich ist ebenfalls ordentlich verarbeitet, auch wenn sich durch die Öffnungen naturgemäß Erde ansammeln kann. Positiv fällt die Sicherungsschlaufe am Batteriedeckel auf, die verhindert, dass man die Kappe im Gelände verliert.
Hinweis aus der Praxis
Auch wenn der Pro‑Find 40 sehr robust gebaut ist, lohnt sich ein zusätzlicher Schutz der Spitze. Scharfe Steine, Wurzeln oder Metallkanten können selbst bei hochwertigen Geräten Spuren hinterlassen. Eine einfache Schutzschicht aus Panzertape oder eine passende Schutzhülle aus dem Zubehörhandel verlängert die Lebensdauer deutlich – ähnlich wie bei Spulenschutzkappen für Metalldetektoren.
Die Bedienung des 40er ist klar strukturiert und schnell verinnerlicht. Minelab setzt auf eine Zwei‑Tasten‑Steuerung, die logisch aufgebaut ist und auch mit Handschuhen gut funktioniert. Die Tasten reagieren zuverlässig, auch wenn sie etwas flacher ausgeführt sind und sich bei stark verschmutztem Gerät nicht ganz so leicht ertasten lassen wie beim Garrett. Insgesamt bleibt die Bedienung dennoch intuitiv, da beide Tasten klar definierte Funktionen haben und das Gerät mit leichten Verzögerungen reagiert.
Der Pinpointer liegt ergonomisch angenehm in der Hand. Das Handteil ist etwas breiter als beim Garrett, was für ein sehr stabiles Griffgefühl sorgt. Die großflächige Gummierung bietet hervorragenden Halt – selbst bei Nässe, Schlamm oder kalten Fingern. Das Gewicht ist gut verteilt, sodass der Pro‑Find 40 weder kopflastig wirkt noch beim Arbeiten ermüdet. Die Form ist ausgewogen und ermöglicht eine präzise Führung im Loch und im Aushub.
Die Zwei‑Knopf‑Bedienung
Der Pro‑Find 40 wird über zwei Tasten gesteuert:
- eine Haupttaste zum Ein‑ und Ausschalten sowie zum Retune
- eine Funktionstaste für Sensitivität, DIF und Ferrous Tone ID
Beide Knöpfe reagieren zuverlässig und geben ein klares Feedback. Durch die getrennten Funktionen entfällt das „Durchklicken“ über Mehrfachdrücke, was die Bedienung besonders übersichtlich macht. Auch bei nassen oder verschmutzten Handschuhen bleibt die Steuerung gut nutzbar, auch wenn die flachere Form der Tasten etwas mehr Aufmerksamkeit beim Ertasten erfordert.
Menüführung
Der Pro‑Find 40 besitzt keine klassische Menüstruktur. Stattdessen werden die Funktionen direkt über kurze oder längere Tastendrücke ausgelöst. Das macht die Bedienung unkompliziert und verhindert, dass man sich durch verschachtelte Menüs kämpfen muss. Besonders praktisch ist, dass die wichtigsten Einstellungen – Sensitivität und DIF – sofort erreichbar sind, ohne dass man sich merken muss, wie viele Klicks welche Funktion auslöst. Dadurch bleibt die Bedienung angenehm übersichtlich.
Griffgefühl, Gewicht & Balance
Das Griffgefühl dieses Pinpointers ist sehr angenehm. Die großflächige Gummierung sorgt für sicheren Halt und verhindert zuverlässig ein Abrutschen, selbst wenn der PP komplett verschmutzt ist. Das breitere Handteil liegt stabil in der Hand und vermittelt ein wertiges Gefühl. Die Balance ist gut abgestimmt: Er wirkt weder zu leicht noch zu schwer und lässt sich präzise führen. Die robuste Spitze und das solide Gehäuse tragen zusätzlich zu einem insgesamt sehr stimmigen ergonomischen Eindruck bei.
Die Reichweite eines Pinpointers bestimmt maßgeblich, wie schnell und präzise ein Fund im Boden lokalisiert werden kann. Beim Pro‑Find 40 spielt dabei nicht nur die maximale Tiefe eine Rolle, sondern auch, wie stabil er auf verschiedenen Sens‑Stufen arbeitet und wie er auf unterschiedlich große Ziele reagiert. Kleine Objekte werden naturgemäß flacher erkannt, während größere Ziele deutlich mehr Tiefe ermöglichen. Zusätzlich beeinflusst die gewählte Sensitivität, wie weit der Pinpointer reagiert und wie ruhig oder empfindlich er sich im Boden verhält. Insgesamt zeigt der Pro‑Find 40 eine sehr konstante Tiefenleistung, die für einen VLF‑Pinpointer bemerkenswert ist.
Reichweite an kleinen Objekten
Kleine Ziele wie dünne Münzen, winzige Schmuckteile oder schmale Metallfragmente werden vom Minelab Pro‑Find 40 zuverlässig erkannt, allerdings auf kürzere Distanz als bei größeren Objekten. In der Praxis liegen die Werte hier meist im Bereich weniger Zentimeter, abhängig von Bodenbeschaffenheit und Sens‑Stufe. Der Pinpointer reagiert dabei sauber und ohne große Schwankungen, was besonders beim präzisen Nachführen im Loch hilfreich ist. Gerade bei sehr kleinen Objekten zeigt sich, wie wichtig eine ruhige Annäherung ist, da der PP als VLF‑Gerät etwas direkter reagiert als ein PI‑Pointer.
Reichweite an größeren Objekten
Bei größeren Metallstücken zeigt der Pro‑Find 40 deutlich mehr Tiefe. Dickere Ringe, größere Münzen oder kompaktere Metallteile werden spürbar früher erkannt, und die Reichweite steigt je nach Objektgröße und Sens‑Stufe merklich an. Besonders im lockeren Boden oder im Aushub arbeitet der Pinpointer sehr stabil und liefert klare Signale, ohne übermäßig weit zu reagieren. Die Tiefenleistung ist für einen VLF‑Pinpointer sehr gut und liegt über dem, was man von vielen älteren Modellen gewohnt ist.
Verhalten bei unterschiedlichen Sens‑Stufen
Der Pro‑Find 40 bietet fünf Empfindlichkeitsstufen, die sich direkt auf die Reichweite auswirken. Auf der niedrigsten Stufe arbeitet er sehr ruhig und reagiert nur auf kurze Distanz – ideal für mineralisierte Böden oder wenn man das Objekt bereits fast in der Hand hat. Die mittleren Stufen liefern einen ausgewogenen Kompromiss aus Tiefe und Stabilität und eignen sich für die meisten Suchbedingungen. Auf der höchsten Stufe erreicht der Pro‑Find 40 seine maximale Reichweite, kann aber – typisch für VLF – in stark mineralisierten Böden etwas empfindlicher reagieren. Durch kurzes Retune lässt sich die Reichweite jederzeit anpassen und präziser steuern.
Die Stabilität eines Pinpointers zeigt sich besonders dann, wenn der Boden schwieriger wird oder äußere Störquellen ins Spiel kommen. Mineralisierung, nasser Sand und elektromagnetische Einflüsse können das Verhalten eines VLF‑Pinpointers wie dem Pro‑Find 40 spürbar beeinflussen. Insgesamt arbeitet der PP in den meisten Situationen zuverlässig, zeigt aber – wie jedes Gerät – typische Reaktionen, die man kennen sollte, um sie richtig einzuordnen. Besonders hilfreich ist dabei der integrierte DIF‑Modus, der Störungen durch den Metalldetektor reduziert und für ein insgesamt ruhigeres Verhalten sorgt.
Mineralisierte Böden
In stark mineralisierten Böden kann der Pro‑Find 40 etwas empfindlicher reagieren, da VLF‑Technik generell stärker auf mineralische Leitfähigkeit anspricht. Das äußert sich durch kurze Fehlpiepser oder ein leicht unruhiges Signal, vor allem auf den höheren Sens‑Stufen. Ein kurzes Retune beruhigt das Gerät jedoch zuverlässig. Auf mittlerer Sensitivität arbeitet der Minelab PP in solchen Böden meist stabil und liefert klare Signale, ohne übermäßig weit zu reagieren. Der DIF‑Modus kann zusätzlich helfen, das Verhalten im mineralisierten Boden stabiler zu halten.
Nasser Sand
Nasser, salzhaltiger Sand gehört zu den anspruchsvollsten Untergründen für VLF‑PP. Der Pro‑Find 40 kann hier etwas nervöser werden, da der leitfähige Sand das Signal beeinflusst. Besonders in der Nähe der Wasserlinie oder bei sehr feuchtem Sand kann es zu kurzen Fehlreaktionen kommen. Durch Reduzieren der Sens‑Stufe oder ein schnelles Retune lässt sich das Verhalten jedoch gut kontrollieren. Im trockenen Sand arbeitet er dagegen sehr zuverlässig und bleibt angenehm ruhig.
EMI (Stromleitungen, Funk, etc.)
Elektromagnetische Störungen (EMI) können auftreten, wenn man sich in der Nähe von Stromleitungen, Funkmasten, WLAN‑Routern, elektrischen Zäunen oder sogar dem eigenen Metalldetektor befindet. Der Pro‑Find 40 zeigt solche Störungen meist durch sporadisches Piepen oder ein unruhiges Signal. Ein kleiner Abstand zur Störquelle oder ein Retune reicht in der Regel aus, um das Gerät wieder zu stabilisieren. Besonders praktisch ist der DIF‑Modus, der Störungen durch den Metalldetektor deutlich reduziert und das Verhalten insgesamt konstanter macht.
Der Pro‑Find 40 bietet eine umfangreiche Auswahl an Funktionen, die den Einsatz im Gelände deutlich erleichtern. Dazu gehören fünf Sensitivitätsstufen, Ton‑ und Vibrationssignale, eine LED‑Fundstellenbeleuchtung, Rapid Re‑Tune, ein Lost‑Alarm sowie die Ferrous Tone ID zur Eisenunterscheidung. Damit lässt sich der Pinpointer flexibel an unterschiedliche Bodenverhältnisse anpassen und bleibt im Alltag sehr funktional.
Sensitivität
Er verfügt über fünf Sensitivitätsstufen, die sich direkt auf Reichweite und Stabilität auswirken. Auf der niedrigsten Stufe arbeitet er besonders ruhig und eignet sich gut für mineralisierte Böden oder nassen Sand. Die mittleren Stufen bieten einen ausgewogenen Kompromiss aus Tiefe und Stabilität. Auf der höchsten Stufe erreicht der Pinpointer seine maximale Reichweite, kann aber – typisch für VLF – etwas empfindlicher reagieren. Die Sensitivität wird über die +/- Taste umgeschaltet und bleibt insgesamt sehr kontrollierbar.
Ton / Vibration
Der Pinpointer bietet wahlweise Ton, Vibration oder beides gleichzeitig. Die Intensität steigt proportional zur Nähe des Objekts, was eine präzise Ortung ermöglicht. Die Vibrationsfunktion ist besonders praktisch, wenn man unauffällig arbeiten möchte oder in lauter Umgebung unterwegs ist. Die Signale sind klar definiert und wirken insgesamt sehr präzise.
LED‑Fundstellenbeleuchtung
Die integrierte LED erleichtert das Arbeiten in dunklen Löchern, unter Wurzeln oder bei schlechten Lichtverhältnissen. Sie ist nicht extrem hell, aber ausreichend, um den Bereich vor der Spitze gut auszuleuchten. Die LED sitzt bündig im Gehäuse und sorgt für zusätzliche Sichtbarkeit beim Graben.
Rapid Re‑Tune
Mit einem kurzen Tastendruck lässt sich der Pro‑Find 40 sofort neu kalibrieren. Rapid Re‑Tune reduziert die Reichweite, filtert Störungen heraus und macht den Pinpointer präziser, besonders wenn man sehr nah am Objekt ist. Wird Re‑Tune direkt über einem Ziel ausgeführt, reagiert er erst auf unmittelbare Nähe – ideal für Millimeterarbeit. Diese Funktion erhöht die Genauigkeit deutlich.
Ferrous Tone ID (Eisendiskriminierung)
Eine Besonderheit des Minelab Pro‑Find 40 ist die integrierte Ferrous Tone ID. Sie unterscheidet Eisen von Nichteisen über unterschiedliche Töne. Das spart Zeit im Loch und hilft, unnötiges Freilegen von Schrott zu vermeiden.
Lost‑Alarm
Wenn der Pinpointer längere Zeit nicht bewegt wird, aktiviert sich automatisch der Lost‑Alarm. Das Gerät gibt in regelmäßigen Abständen ein akustisches Signal ab, damit man es im Gras oder im Aushub leichter wiederfindet. Diese Funktion ist besonders hilfreich und bietet eine wichtige Absicherung im Gelände.
Factory Reset
Der Pro‑Find 40 kann jederzeit auf Werkseinstellungen zurückgesetzt werden. Das ist besonders nützlich, wenn man versehentlich Einstellungen verändert hat oder das Gerät nach längerer Nutzung wieder in den Ausgangszustand bringen möchte. Der Reset sorgt für eine saubere Grundkonfiguration.
Der Pro‑Find 40 ist vollständig wasserdicht und damit für nahezu jede Wetter‑ und Bodenbedingung geeignet. Regen, Schlamm, Strand oder Flachwasser stellen kein Problem dar – das Gerät kann bis zu 3 Metern Tiefe unter Wasser eingesetzt und anschließend einfach abgespült werden. Die robuste Bauweise sorgt dafür, dass weder Elektronik noch Batteriefach durch Feuchtigkeit beeinträchtigt werden. Insgesamt vermittelt dieser Pinpointer eine sehr zuverlässige Wasserdichtigkeit.
IP‑Rating
Dieser PP besitzt die Schutzklasse IP68, was bedeutet, dass er vollständig staubgeschützt ist und dauerhaft bis zu 3 Metern Wassertiefe eingesetzt werden kann. Diese Klassifizierung macht ihn ideal für das Sondeln am Strand, in flachen Gewässern oder bei starkem Regen. Die Wasserdichtigkeit ist nicht nur für kurze Tauchgänge ausgelegt, sondern für den dauerhaften Einsatz innerhalb der angegebenen Tiefe. Die hohe Sichtbarkeit des Gehäuses erleichtert zudem das Wiederfinden im Wasser und sorgt für zusätzliche Sicherheit.
Verhalten im Wasser
Unter Wasser arbeitet er zuverlässig und reagiert stabil, besonders in Süßwasser. In salzhaltigem Meerwasser kann er – typisch für VLF‑Technik – etwas empfindlicher werden, da der leitfähige Untergrund das Signal beeinflusst. Ein kurzer Rapid Re‑Tune reicht jedoch meist aus, um das Gerät wieder zu beruhigen. Die klare Tonrückmeldung, die Ferrous Tone ID und vor allem die Vibration funktionieren auch unter Wasser zuverlässig und erleichtern die Ortung, da akustische Signale unter Wasser oft schwerer wahrnehmbar sind. Dank der auffälligen Farbgebung bleibt der Pinpointer selbst im trüben Wasser gut sichtbar.
Abdichtung der Batterie
Das Batteriefach ist durch einen präzise sitzenden O‑Ring abgedichtet, der das Eindringen von Wasser zuverlässig verhindert. Damit die Wasserdichtigkeit langfristig erhalten bleibt, sollte der O‑Ring regelmäßig auf Sand, Schmutz oder Beschädigungen überprüft werden. Eine dünne Schicht Silikonfett hält die Dichtung geschmeidig und sorgt dafür, dass der Deckel sauber schließt. Solange der Verschluss korrekt zugedreht ist, bleibt das Batteriefach auch bei Unterwassereinsätzen vollständig trocken.
Der Minelab Pro‑Find 40 wird mit einer einzelnen 9‑Volt‑Batterie betrieben und bietet eine solide Laufzeit, die für mehrere Suchgänge problemlos ausreicht. Die Energieversorgung ist unkompliziert, zuverlässig und lässt sich unterwegs schnell wechseln, ohne Werkzeug oder zusätzliche Hilfsmittel. Durch die effizientere Elektronik des Pro‑Find 40 bleibt der Verbrauch moderat, selbst wenn man häufig mit hoher Sensitivität arbeitet oder längere Suchtage plant. Insgesamt zeigt der Pinpointer eine sehr ausdauernde Performance.
Batterietyp
Dieser PP verwendet eine klassische 9‑Volt‑Blockbatterie, die sich leicht einsetzen und bei Bedarf schnell austauschen lässt. Sowohl Alkaline‑ als auch wiederaufladbare 9‑Volt‑Akkus können verwendet werden, wobei Alkaline‑Batterien in der Regel die längste Laufzeit bieten. Das Batteriefach ist gut zugänglich und durch einen sauber sitzenden O‑Ring zuverlässig abgedichtet. Der Schraubverschluss schließt präzise und sorgt dafür, dass die Batterie auch bei Unterwassereinsätzen sicher geschützt bleibt.
Laufzeit im Test
In der Praxis hält eine frische 9‑Volt‑Batterie je nach Nutzung mehrere Suchgänge durch und erreicht unter normalen Bedingungen eine Laufzeit von bis zu 20 Stunden. Die tatsächliche Dauer hängt davon ab, wie häufig der Pinpointer eingeschaltet ist und welche Sensitivitätsstufe verwendet wird. Der Pro‑Find 40 arbeitet insgesamt sehr effizient und zeigt eine lange Laufzeit. Bei normaler Nutzung muss man nicht ständig an den Batteriewechsel denken, da der Verbrauch angenehm sparsam bleibt.
Verhalten bei schwacher Batterie
Wenn die Batterie fast leer ist, zeigt der Pro‑Find 40 ein typisches Verhalten: Die Signale werden unregelmäßig, brechen gelegentlich ab oder reagieren nur noch auf sehr kurze Distanz. Dadurch lässt sich kaum noch zuverlässig arbeiten, da der Pinpointer das Ziel nicht mehr sauber anzeigt. Dieses Verhalten tritt meist plötzlich auf und ist ein eindeutiger Hinweis darauf, dass die Batterie sofort gewechselt werden sollte. Mit einer frischen 9‑Volt‑Batterie arbeitet das Gerät wieder stabil und ohne Unterbrechungen, sodass die volle Leistung sofort zurückkehrt.
Der Pro‑Find 40 arbeitet mit VLF‑Technologie (Very Low Frequency) und nutzt eine feste Arbeitsfrequenz, die für ein ruhiges, präzises Signal sorgt. Diese Technik eignet sich besonders gut für normale Böden wie Wald, Wiese und Acker, da sie dort stabil läuft und kleine Objekte zuverlässig erfasst. Im Vergleich zu PI‑Pinpointern bietet VLF eine feinere Objektansprache und eine sehr kontrollierte Reaktion im Nahbereich. Insgesamt liefert der Pro‑Find 40 eine ausgewogene Kombination aus Präzision, Reichweite und Stabilität.
Funktionsprinzip der VLF‑Technik
VLF steht für „Very Low Frequency“ und beschreibt ein Verfahren, bei dem der Pinpointer ein kontinuierliches elektromagnetisches Wechselfeld erzeugt. Metallobjekte verändern dieses Feld, was das Gerät als Signal ausgibt. VLF‑Technik ist besonders präzise im letzten Zentimeter und ermöglicht eine sehr genaue Punktortung. In stark mineralisierten Böden oder nassem Sand kann sie jedoch etwas empfindlicher reagieren – ein typisches Verhalten aller VLF‑Geräte. Im Gegenzug bietet VLF eine sehr feine Objektansprache und ein ruhiges Arbeitsverhalten in normalen Böden, was die Ortung insgesamt sehr präzise macht.
Wie sich das im Test bemerkbar macht
Im praktischen Einsatz zeigt der Pro‑Find 40 ein ruhiges, kontrolliertes Verhalten in allen üblichen Suchumgebungen. Kleine Objekte werden zuverlässig erkannt, und die 360°‑Detektion erleichtert das schnelle Auffinden im Aushub. In stark mineralisierten Böden oder nassem Sand kann das Gerät etwas empfindlicher reagieren – typisch für VLF‑Technik –, lässt sich aber mit einem kurzen Rapid Re‑Tune sofort beruhigen. Die Reichweite liegt für einen VLF‑Pinpointer im oberen Bereich, und die Signalausgabe ist klar und gut dosiert. Insgesamt wirkt der Pro‑Find 40 präzise, stabil und praxistauglich – genau das, was man von einem modernen VLF‑System erwartet.
Auch wenn die wichtigsten Eindrücke draußen im Gelände entstehen, liefern Tests in Innenräumen wertvolle Vergleichswerte unter kontrollierten Bedingungen. Sie zeigen, wie der Minelab Pro‑Find 40 unabhängig vom Boden reagiert, wie stabil die Elektronik arbeitet und wie präzise das Gerät auf unterschiedliche Metalle anspricht. Zuhause lassen sich Reichweite, Verhalten an großen Metallflächen und die Empfindlichkeit gegenüber elektromagnetischen Störquellen exakt nachvollziehen, ohne dass äußere Faktoren wie Mineralisierung, Feuchtigkeit oder Temperatur das Ergebnis beeinflussen. Diese Tests bilden eine solide Grundlage, um die Leistung des Pinpointers objektiv einzuordnen und später mit den Praxiserfahrungen im Gelände zu verbinden.
Reichweite an Münzen & Schmuck
Die Reichweitentests werden unter kontrollierten Bedingungen in Innenräumen durchgeführt. Gemessen wird auf allen fünf Sensitivitätsstufen des Pro‑Find 40. Die späteren Ergebnisse zeigen, wie stark die Reichweite je nach Objektgröße und Metallmasse variiert. Kleine Schmuckstücke und dünne Ketten liegen erwartungsgemäß im unteren Bereich, während größere Münzen und massive Ringe deutlich bessere Werte erreichen.
Reichweite an Münzen
| Objekt | Stufe 1 | Stufe 3 | Stufe 5 |
|---|---|---|---|
| 2 € | 4 cm | 5,5 cm | 8,5 cm |
| 1 € | 3,6 cm | 5,3 cm | 8 cm |
| 50 Cent | 3,5 cm | 5,2 cm | 8 cm |
| 20 Cent | 3,5 cm | 4,8 cm | 7,5 cm |
| 10 Cent | 3,2 cm | 4,5 cm | 7 cm |
| 5 Cent | 3,6 cm | 5,3 cm | 7,5 cm |
| 2 Cent | 3,5 cm | 5 cm | 7,1 cm |
| 1 Cent | 2,8 cm | 4 cm | 6 cm |
Reichweite an Schmuck
| Objekt | Stufe 1 | Stufe 3 | Stufe 5 |
|---|---|---|---|
| Silberring (dick) | 3 cm | 6 cm | 7 cm |
| Goldring 585 (dick) | 3,6 cm | 7 cm | 8 cm |
| Silberarmband (dick) | 4 cm | 7 cm | 8 cm |
| Ohrring 1 cm | 2 cm | 4,3 cm | 4,5 cm |
| Dünne Goldkette | keine Reaktion | bei Berührung | 0,7 cm |
| Silberanhänger 1 cm | 1,5 cm | 3,7 cm | 4,2 cm |
Verhalten an großen Metallflächen
| Objekt | Stufe 1 | Stufe 3 | Stufe 5 |
|---|---|---|---|
| Heizkörper | 18 cm | 28 cm | 32 cm |
| Kochtopf | 13 cm | 18 cm | 23 cm |
| Backblech | 11,5 cm | 17 cm | 23 cm |
Störanfälligkeit im Innenraum
Im Innenraum zeigte der Pro‑Find 40 keinerlei Störeinflüsse. Selbst in der Nähe typischer EMI‑Quellen wie WLAN‑Routern, LED‑Lampen, Netzteilen oder Stromleitungen blieb das Gerät vollständig stabil und reagierte ausschließlich auf echte Metallobjekte. Dieses Verhalten ist für einen gut abgestimmten VLF‑Pinpointer typisch, da die feste Arbeitsfrequenz in Innenräumen nur selten gestört wird. Auch im direkten Vergleich mit dem Metalldetektor blieb der Pinpointer absolut ruhig und zeigte ein sehr kontrolliertes Arbeitsverhalten.
Der Pro‑Find 40 liefert eine stabile Reichweite auf allen gängigen Münzen und massiven Schmuckstücken. Kleine Objekte wie Ohrringe werden zuverlässig erkannt, während sehr dünne Ketten – typisch für VLF‑Technik – erst bei direktem Kontakt oder minimaler Distanz reagieren. An großen Metallflächen bleibt das Gerät gut kontrollierbar und zeigt ein sauberes, reproduzierbares Signalverhalten.
Nach den guten Ergebnissen im Heimtest war ich gespannt, wie sich der Pro‑Find 40 draußen schlägt. Denn erst im echten Boden zeigt sich, wie ein Pinpointer unter realen Bedingungen arbeitet. Deshalb habe ich ihm auf einer Liegewiese, im Park, im Aushub und direkt im Loch getestet – also genau so, wie man ihn als Sondengänger typischerweise einsetzt.
Ich arbeite meistens mit etwas schnelleren Pinpointern, daher war ich neugierig, wie sich der Pro‑Find 40 im Vergleich verhält. Minelab setzt hier auf eine etwas andere Signalcharakteristik, an die man sich erst gewöhnen muss, sie ist etwas langsamer als zb. beim Garrett Pro-Pointer AT.
Parks, Wiesen und Testflächen
Draußen im Gelände zeigt der Pro‑Find 40 eine zuverlässige Arbeitsweise, unterscheidet sich aber in einigen Punkten von seinem Verhalten im Innenraum. Ich habe durchgehend auf der höchsten Empfindlichkeitsstufe (Stufe 5) gearbeitet. Die Detektion setzt im Boden leicht verzögert ein – etwa eine halbe Sekunde –, weshalb man den Pinpointer beim Abtasten etwas langsamer über die Fundstelle führen sollte. Nach dem Einschalten benötigt das Gerät ebenfalls rund eine Sekunde für den automatischen Abgleich, begleitet von einem kurzen Ton. Danach arbeitet er aber sehr stabil und störungsfrei. Der Ton ist klar und gut hörbar, die Vibration eher leicht, aber präzise. Insgesamt wirkt die Signalcharakteristik etwas ruhiger als bei Modellen mit sehr direkter Rückmeldung.
Reale Funde
Bei realen Funden erkannte der Pro‑Find 40 Münzen, Schmuck, Patronenhülsen und kleinere Metallfragmente zuverlässig. Eine 2‑Euro‑Münze wurde in meinen Tests mit etwa 6 bis 7 cm Reichweite zielsicher erfasst. Wie bei den meisten Pinpointern hängt die Reichweite jedoch stark davon ab, wie das Objekt im Boden liegt: Befindet sich die Münze mit der Kante zur Spitze des PP, reduziert sich die Erkennung oft deutlich, da der Pro‑Find 40 – wie nahezu alle Geräte dieser Bauart – nur eine relativ kleine aktive Fläche an der Spitze nutzt.
Die gesamte Euro‑Reihe wurde sauber detektiert und punktgenau gefunden. Auch bei Schmuck arbeitete der Pinpointer zuverlässig; lediglich sehr dünne Goldketten bleiben – wie bei fast allen Pinpointern – eine Herausforderung. Beim Nachführen kann das Signal gelegentlich etwas schwächer werden, besonders wenn das Objekt nicht exakt unter der Spitze liegt oder teilweise verdeckt ist. Mit einem kurzen Nachjustieren lässt sich das Ziel jedoch gut wiederfinden. Die 360‑Grad‑Rundumdetektion hilft dabei, Funde auch in ungünstigen Positionen zu erfassen.
Die Eisendiskriminierung reagiert je nach Boden unterschiedlich, der Pro‑Find 40 gibt einen unterbrochenen Ton aus, das ist typisch für diese Art der Auswertung und erfordert etwas Erfahrung, um die Rückmeldungen richtig einzuordnen.
Verhalten im Loch
Im Grabungsloch arbeitet dieser Pinpointer mit einer etwas ruhigeren Reaktionsweise. Das Signal baut sich leicht verzögert auf – etwa eine halbe Sekunde –, bleibt aber gut nachvollziehbar. In feuchten oder mineralisierten Lochwänden arbeitet der Pinpointer dennoch sehr zuverlässig und präzise.
Die Tasten sind durch ihre flache Bauweise und die runde Form des Gehäuses manchmal etwas schwerer zu ertasten, besonders wenn das Gerät schlammig ist. Beim schnellen Arbeiten kann es passieren, dass man die Tasten „verliert“, bevor man sie wiederfindet, das liegt an der runden Bauweise. Mit etwas Gewöhnung funktioniert die Bedienung jedoch zuverlässig.
Nach dem Einschalten führt der Pro‑Find 40 einen automatischen Abgleich durch, der etwa eine Sekunde dauert und von einem kurzen Ton begleitet wird. Dieser Abgleich findet beim Einschalten statt und sorgt dafür, dass sich das Gerät an die Umgebung anpasst. Schaltet man den Pinpointer direkt im Loch ein, kann es daher vorkommen, dass das Signal einen Moment benötigt, bis es vollständig stabil ist. Wird der Pinpointer dabei in unmittelbarer Nähe zu Metall eingeschaltet, kann es außerdem passieren, dass dieses Metall beim Einschalten mit detektiert und anschließend ausgeblendet wird. Das führt dann zu eingeschränkter Reichweite oder verringerter Empfindlichkeit.
Genauigkeit beim Anpeilen
Die Zielgenauigkeit des Pro‑Find 40 ist gut, und das Signal baut sich gleichmäßig auf. Die Rückmeldung wirkt insgesamt etwas langsamer als bei Pinpointern mit sehr direkter Signalführung. Die Vibration ist leicht, aber präzise, weshalb man sich beim Anpeilen stärker am Ton orientiert. Dieser ist klar und gut hörbar, was die Feinarbeit unterstützt. Bei kleineren oder ungünstig liegenden Objekten kann das präzise Eingrenzen etwas länger dauern, bleibt aber gut kontrollierbar, sobald man sich an die Signalcharakteristik des Pro‑Find 40 gewöhnt hat.
Die folgenden Punkte fassen die wichtigsten Stärken und Schwächen des Minelab Pro‑Find 40 kompakt zusammen und basieren direkt auf meinen Praxistests im Gelände.
✅ Stärken
✅ Liegt gut in der Hand, angenehme Haptik
✅ Sehr robustes, hochwertig verarbeitetes Gehäuse
✅ Rutschfeste Oberfläche für sicheren Halt
✅ Klare Tonrückmeldung, präzise Vibration
✅ 5 Empfindlichkeitsstufen, Ton/Vibration kombinierbar
✅ Automatischer Abgleich nach dem Einschalten
✅ Ruhige, kontrollierte Signalcharakteristik
✅ Gute Leistung in feuchten und mineralisierten Böden
✅ Die Möglichkeit Eisen Diskriminierung zu verwenden
❌ Schwächen
❌ Nicht so starke Vibration
❌ Reaktionsgeschwindigkeit ca. eine halbe Sekunde verzögert
❌ Tasten nicht so leicht fühlbar, Bedienung mit Handschuhen manchmal schwierig
❌ Einstellungen werden manchmal versehentlich verstellt
❌ Reichweite draußen etwas geringer als im Heimtest
❌ Gelegentlicher Zielverlust beim Nachführen
Fazit zum Minelab Pro‑Find 40
Der Pro‑Find 40 arbeitet zuverlässig und liefert eine ruhige, gut kontrollierbare Rückmeldung, reagiert im direkten Vergleich aber etwas weniger direkt. Störungen hatte ich keine, und die Detektion von Münzen und Kleinfunden funktioniert sauber, dünne Ketten bleiben wie üblich schwierig. Die flachen Tasten sind aufgrund der Gehäuseform nicht immer sofort zu ertasten, was im schnellen Einsatz auffällt. Insgesamt ist der 40er ein stabiler Pinpointer mit klarer Tonanzeige, der sich bei jedem Wetter gut nutzen lässt.
Hier findest du meine Bedienungsanleitung für den Minelab Pro-Find 40 als ➡️ PDF‑Download.
4.3 XP MI‑4 Pinpointer–Test & Erfahrungen

Der XP MI‑4 Pinpointer gehört seit Jahren zu den bekanntesten PP im XP‑Sortiment und wird häufig als robuste, unkomplizierte Alternative zum MI‑6 genutzt. Er verzichtet auf die Funkverbindung zum XP Deus, basiert aber technisch auf dem gleichen Grundkonzept: 360°‑Detektion, klare Ton‑ und Vibrationssignale, drei Empfindlichkeitsstufen, LED‑Ausleuchtung, schneller Re‑Tune sowie ein bis 6 m wasserdichtes Gehäuse. Die fest verbaute Lithium‑Polymer‑Batterie lässt sich bequem per USB laden und bietet lange Laufzeiten.
Für meinen Test habe ich den MI‑4 zunächst in Innenräumen und an verschiedenen Testobjekten ausprobiert. Wie bei jedem Pinpointer braucht man etwas Zeit, um sich an die Signalcharakteristik zu gewöhnen – auch wenn der MI‑4 mit einer normalen, gut abgestimmten Tonabstimmung und einer kräftigen Vibration arbeitet. Die folgenden Eindrücke basieren auf meinen bisherigen Heimtests und Praxiserfahrungen im Gelände.
XP liefert den MI‑4 in einem durchdachten Set aus, das auf den praktischen Einsatz beim Sondeln abgestimmt ist. Alle wichtigen Zubehörteile sind bereits enthalten, sodass der Pinpointer direkt genutzt und sicher transportiert werden kann. Besonders angenehm ist, dass XP ein Holster beilegt, das sich in der Neigung verstellen lässt.
Was beim XP MI‑4 dabei ist
- XP MI‑4 Pinpointer mit 360°‑Detektion, LED‑Ausleuchtung und drei Sens‑Stufen
- Drehbares, neigungsverstellbares Holster zur stabilen Befestigung am Gürtel
- Sicherungskordel mit Ring und Karabiner zur Verlustsicherung
- USB‑Ladekabel für die integrierte Lithium‑Polymer‑Batterie
- Bedienungsanleitung
- 2 Jahre Gewährleistung
Damit bringt der MI‑4 alles mit, was man für den sofortigen Einsatz benötigt. Der Pinpointer lässt sich sicher tragen, zuverlässig sichern und bequem aufladen – ein Zubehörumfang, der den Einstieg ohne zusätzliche Käufe ermöglicht.
Der XP MI‑4 setzt auf ein eigenständiges Gehäusedesign, das sich deutlich von den runden Minelab‑Modellen unterscheidet. Schon beim ersten Anfassen fällt die kantigere Form auf, die dem Pinpointer eine gute Führung in der Hand gibt und gleichzeitig verhindert, dass er auf schrägen Flächen wegrollt. Das kräftige Rot sorgt dafür, dass man ihn im Gras oder im Aushub schnell wiederfindet – ein praktischer Vorteil im Gelände.
Erster Eindruck & Materialbewertung
Der MI‑4 wirkt hochwertig verarbeitet und liegt dank des gummierten Griffbereichs sicher in der Hand. Die Oberfläche bietet guten Halt, auch wenn der Pinpointer nass oder verschmutzt ist. Die kleine LED‑Fundstellenbeleuchtung ist sauber ins Gehäuse integriert, ohne sichtbare Spalten oder Kanten. Insgesamt vermittelt der MI‑4 einen leichten, aber robusten Eindruck, der gut zu einem Gerät passt, das regelmäßig im Gelände eingesetzt wird.
Zusammenbau & Konstruktion
Der PP ist nicht aus einem einzigen Stück gefertigt, sondern besitzt eine sichtbare Schweißnaht entlang des Gehäuses. Diese ist sauber ausgeführt und beeinträchtigt die Stabilität nicht. Der Batteriedeckel dient lediglich als Abdeckung für die Ladebuchsen und eine zusätzliche Schnittstelle. Er lässt sich gut abnehmen, sitzt aber durch die doppelte Abdichtung sehr straff.
XP setzt hier auf zwei O‑Ringe:
- einer sitzt im Gewinde,
- der zweite dichtet zwischen Deckel und Gehäuse ab.
Beim Aufschrauben muss man etwas Druck ausüben, damit das Gewinde sauber greift – ein typisches Verhalten bei stark abgedichteten Gehäusen. Die Abdichtung wirkt insgesamt sehr zuverlässig und ist klar auf Outdoor‑Einsätze ausgelegt.
Passgenauigkeit & Bedienung
Die Passgenauigkeit der Bauteile ist gut umgesetzt. Die LED sitzt bündig, die Schlaufenhalterung wirkt stabil, und die Gehäusekanten schließen sauber ab. Trotz der sichtbaren Naht gibt es keine scharfen Übergänge oder klappernden Teile.
Ein Vorteil der kantigen Bauform: Der Bedienknopf lässt sich sehr gut ertasten. Durch die flache, aber klar definierte Position des Tasters findet man ihn auch mit Handschuhen oder bei Schlamm zuverlässig – ein Punkt, bei dem der MI‑4 im Vergleich zu runden Modellen spürbar profitiert.
Der integrierte Akku reduziert bewegliche Bauteile und trägt dazu bei, dass der MI‑4 insgesamt sehr kompakt und leicht wirkt.
Hinweis aus der Praxis
Auch wenn die Spitze des MI‑4 robust wirkt, lohnt sich ein zusätzlicher Schutz. Scharfe Steine, Glasstücke oder Metallkanten können langfristig Spuren und Schäden hinterlassen. Eine Lage Panzertape oder eine passende Schutzhülle aus dem Zubehör verlängert die Lebensdauer deutlich – ähnlich wie man es von Spulenschutzkappen bei Metalldetektoren kennt.
Der XP MI‑4 liegt ergonomisch hervorragend in der Hand. Die schlanke, leicht kantige Bauform trifft genau den richtigen Umfang, sodass der Pinpointer sehr sicher und natürlich greifbar ist. Durch das geringe Gewicht wirkt er beim Arbeiten im Loch oder im Aushub angenehm leicht und bleibt auch bei längeren Einsätzen ermüdungsfrei. Die Balance ist gut abgestimmt – weder die Spitze noch das Handteil ziehen spürbar nach vorn oder hinten.
Die 360°‑Rundumerkennung erleichtert die Feinarbeit zusätzlich, da der MI‑4 unabhängig von der Position zuverlässig reagiert und sich sehr präzise führen lässt.
Ein‑Knopf‑Bedienung
Der MI‑4 wird vollständig über eine einzige Taste gesteuert. Trotz der flachen Ausführung lässt sich der Knopf dank der Bauform sehr gut ertasten – auch mit Handschuhen oder verschmutzten Fingern. Man muss nicht lange suchen, da die Position klar definiert ist und sich deutlich vom Gehäuse abhebt.
Der Pinpointer bietet insgesamt sechs Programme, die unterschiedliche Empfindlichkeitsstufen und Signalarten kombinieren. Zur Auswahl stehen zwei Audiotypen (Pitch oder Pulse), eine gut abgestimmte Vibration sowie die integrierte LED. Die Bedienlogik ist nicht ganz einfach gehalten, sodass man sich nicht so schnell zurechtfindet wie mit anderen PP.
Eine Retune‑Funktion ist ebenfalls vorhanden: Durch einen kurzen Tastendruck lässt sich das Suchfeld einengen oder an mineralisierte Böden anpassen. Im praktischen Einsatz funktioniert das zuverlässig und ohne Verzögerung.
Menüführung
Die Menüführung des MI‑4 ist klar strukturiert und leicht verständlich. Alle sechs Programme lassen sich über die Ein‑Knopf‑Bedienung schnell durchschalten, ohne dass man sich komplizierte Klickfolgen merken muss. Die Rückmeldungen des Geräts – akustisch oder per Vibration – sind eindeutig und gut wahrnehmbar, sodass man jederzeit weiß, in welchem Modus man sich befindet.
Da der MI‑4 insgesamt sechs Programme besitzt, die sich in Ton, Empfindlichkeit und Signalart unterscheiden, braucht man anfangs etwas Zeit, um sich alle Kombinationen zu merken. Die Menüführung ist dadurch etwas ausführlicher als bei einfacheren Modellen, bleibt aber logisch aufgebaut und im Gelände gut handhabbar.
Griffgefühl, Gewicht & Balance
Das Griffgefühl des XP MI‑4 ist sehr angenehm und wirkt sofort stimmig. Die schlanke Bauform trifft genau den richtigen Umfang, sodass der Pinpointer sicher und natürlich in der Hand liegt. Die gummierte Oberfläche sorgt dafür, dass der MI‑4 auch bei Nässe, Schlamm oder kalten Fingern nicht aus der Hand rutscht und sich jederzeit kontrolliert führen lässt.
Durch sein geringes Gewicht wirkt der Pinppointer beim Arbeiten im Loch besonders leicht und bleibt auch bei längeren Einsätzen ermüdungsfrei. Die Balance ist gut abgestimmt: Weder die Spitze noch das hintere Gehäuse ziehen spürbar nach vorn oder hinten, was die präzise Führung erleichtert. Die kantige Form verhindert zudem ein Wegrollen und unterstützt das Handling im Aushub.
Insgesamt vermittelt der XP-MI‑4 ein sehr leichtes, gut ausbalanciertes und kontrolliertes ergonomisches Gefühl, das sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Sondengängern entgegenkommt.
Die Reichweite eines Pinpointers entscheidet maßgeblich darüber, wie schnell ein Fund im Boden lokalisiert werden kann. Beim XP MI‑4 zeigt sich bereits im ersten Praxiseinsatz, dass er eine sehr ausgewogene Kombination aus Tiefe, Stabilität und ruhigem Laufverhalten bietet. Besonders auffällig ist, wie gleichmäßig und störungsfrei er auf allen Sensitivitätsstufen arbeitet. Die Tiefenleistung ist insgesamt sehr gut und ermöglicht ein schnelles, präzises Auffinden von Zielen – unabhängig davon, ob es sich um kleine oder größere Metallobjekte handelt.
Reichweite an kleinen Objekten
Kleine Ziele wie dünne Münzen, feine Schmuckteile oder schmale Metallfragmente erkennt der MI‑4 auf der höchsten Sens‑Stufe sehr zuverlässig und mit überraschend guter Reichweite. Die Reaktion erfolgt stabil und ohne unruhige Signale, was die Feinarbeit im Loch deutlich erleichtert. Besonders positiv fällt auf, dass der MI‑4 auch bei kleinen Objekten ruhig bleibt und nicht zu Fehlreaktionen neigt. Dadurch lässt sich das Ziel sehr präzise anpeilen und sauber nachführen.
Reichweite an größeren Objekten
Bei größeren Metallstücken zeigt der MI‑4 seine volle Stärke. 2‑Euro‑Münzen, dickere Silberringe, Goldringe oder kompaktere Metallteile werden früh und zuverlässig erkannt. Die Reichweite liegt hier auf einem Niveau, das am ehesten mit dem Garrett Pro‑Pointer AT vergleichbar ist – also deutlich im oberen Bereich. Die Signale sind klar, gut interpretierbar und ermöglichen ein schnelles Eingrenzen des Fundortes, sowohl im Aushub als auch im Boden.
Verhalten bei unterschiedlichen Sens‑Stufen
Der MI‑4 bietet sechs Programme, die unterschiedliche Empfindlichkeitsstufen und Signalarten kombinieren. Alle Stufen sind sehr gut abgestimmt und bleiben auch auf maximaler Empfindlichkeit ruhig.
- Niedrige Stufen: sehr stabil, ideal für mineralisierte Böden oder wenn das Ziel bereits fast freiliegt
- Mittlere Stufen: guter Kompromiss aus Tiefe und Kontrolle
- Höchste Stufe: maximale Reichweite, weiterhin ruhig und ohne Störsignale
Der zweite Tonmodus, der einen durchgehenden Ton erzeugt, wirkt besonders angenehm und erleichtert das präzise Nachführen im Loch.
Retune & Verhalten im Boden
In meinen Tests zeigte sich, dass der MI‑4 keinerlei Probleme in mineralisierten Böden oder in der Nähe des Metalldetektors hatte. Ein Retune war nicht notwendig, da das Gerät von sich aus sehr stabil läuft. Auch bei wechselnden Böden oder unterschiedlichen Einsatzorten blieb die Reaktion gleichmäßig und zuverlässig.
Gesamteindruck der Tiefenleistung
Die Tiefenleistung dieses Pinpointers ist sehr gut und zeigt keine Schwächen. Sowohl kleine als auch größere Objekte werden zuverlässig erkannt, und das ruhige Laufverhalten sorgt dafür, dass man Ziele schnell und präzise lokalisieren kann. Für einen VLF‑Pinpointer dieser Klasse liefert der XP-MI‑4 eine bemerkenswert stabile und leistungsstarke Reichweite.
Die Stabilität eines Pinpointers zeigt sich vor allem dann, wenn der Untergrund anspruchsvoller wird oder mehrere Störquellen gleichzeitig wirken. Der XP MI‑4 arbeitet mit VLF‑Technik, zeigt in der Praxis jedoch ein überraschend ruhiges und kontrolliertes Verhalten. Besonders auffällig ist, dass er auf allen Sensitivitätsstufen sehr stabil bleibt und kaum zu Fehlreaktionen neigt. Insgesamt vermittelt der MI‑4 einen zuverlässigen Eindruck, der auch in wechselnden Umgebungen bestehen bleibt.
Mineralisierte Böden
In stark mineralisierten Böden verhält sich der MI‑4 durchgehend ruhig. Während viele VLF‑Pinpointer auf hohen Sens‑Stufen zu kurzen Tonimpulsen oder Zittern neigen, zeigte der MI‑4 in deinen Tests keinerlei Auffälligkeiten. Die Signale bleiben klar, stabil und gut interpretierbar, ohne dass ein Retune notwendig wäre. Das erleichtert die Feinarbeit im Loch und sorgt für ein sehr kontrolliertes Suchverhalten.
Nasser / salzhaltiger Sand
Wie die meisten VLF‑Pinpointer kann auch dieser PP in salzhaltigen Sand oder direkt an der Wasserlinie empfindlicher reagieren. Das ist ein typisches Verhalten leitfähiger Böden und kein spezifischer Nachteil des Geräts. Abseits dieser extremen Bedingungen arbeitet der MI‑4 jedoch ruhig und zeigt ein stabiles Signalverhalten. In normal feuchtem Sand oder im trockenen Bereich bleibt er zuverlässig und gut kontrollierbar.
EMI (elektromagnetische Störungen)
In meinen Tests zeigte der MI‑4 eine sehr gute Resistenz gegenüber elektromagnetischen Störquellen.
Der MI‑4 bleibt selbst im direkten Umfeld des Detektors stabil, solange der Detektor nicht unmittelbar daneben liegt. Ein kleiner Abstand reicht aus, um komplett störungsfrei zu arbeiten.
Verhalten auf hoher Sensitivität
Auch auf der höchsten Sens‑Stufe bleibt er ruhig, stabil und gut kontrollierbar. Es treten weder Zittern noch unruhige Tonimpulse auf. Die maximale Empfindlichkeit lässt sich dadurch problemlos nutzen, ohne dass man mit Fehlreaktionen rechnen muss. Das macht den MI‑4 besonders angenehm für präzise Feinarbeit und schnelle Zielerfassung.
Retune & Stabilisierung
Obwohl der MI‑4 über eine Retune‑Funktion verfügt, war sie in deinen Tests nicht ein einziges Mal notwendig. Das Gerät arbeitet von sich aus so stabil, dass weder mineralisierte Böden noch EMI‑Quellen ein Eingreifen erfordern. Das spricht für eine sehr gut abgestimmte Elektronik und ein ruhiges Grundverhalten.
Gesamteindruck der Stabilität
Der Pinpointer vermittelt insgesamt einen sehr stabilen und zuverlässigen Eindruck. Er ist leichter als viele andere Modelle, was den Eindruck erwecken könnte, dass das Gehäuse langfristig weniger robust wirkt. Da der Pinpointer aus zwei verschweißten Gehäusehälften besteht, hängt die Langzeitstabilität stark von der Qualität der Schweißnaht ab. Für den normalen Einsatzbereich wirkt die Verarbeitung jedoch ausreichend solide.
Im praktischen Einsatz zeigt der MI‑4 keinerlei störanfälliges Verhalten und bleibt in allen getesteten Situationen ruhig und kontrolliert.
Der XP MI‑4 bietet eine umfangreiche Auswahl an Einstellungen, die deutlich über das hinausgehen, was viele klassische Pinpointer bieten. Insgesamt stehen sechs Programme zur Verfügung, die unterschiedliche Kombinationen aus Empfindlichkeit, Tonarten, Vibration und LED‑Nutzung abdecken. Dadurch lässt sich der MI‑4 flexibel an verschiedene Situationen anpassen, erfordert aber etwas Eingewöhnung, da die Vielzahl an Optionen nicht sofort verständlich sind. Besonders Einsteiger benötigen etwas Zeit, um alle Varianten sicher zu beherrschen.
Sensitivität & Programme
Die sechs Programme des PP unterscheiden sich spürbar in Empfindlichkeit und Signalverhalten. Obwohl ich selbst hauptsächlich auf der höchsten Sens‑Stufe arbeite, sind die Unterschiede zwischen den Programmen klar erkennbar.
XP unterscheidet dabei zwischen:
- Programmen 1–6 für Einsteiger
- Erweiterten Einstellungen für Fortgeschrittene (Tonart, LED, Vibration)
Die Vielzahl an Kombinationen – Pitch oder Pulse, Ton + Vibration, nur Ton, nur Vibration, LED an/aus – macht den MI‑4 sehr flexibel, aber auch komplexer als Modelle von Garrett oder Minelab. Um alle Varianten sicher zu beherrschen, ist etwas Ausprobieren notwendig. Hat man die bevorzugte Einstellung jedoch gefunden, arbeitet er sehr zuverlässig und stabil.
Ton & Vibration
Der MI‑4 bietet zwei unterschiedliche Tonarten: Pitch und Pulse. Der Pitch‑Ton ist durchgehend und wirkt dadurch besonders angenehm und gut kontrollierbar, während Pulse eher dem klassischen „abgehackten“ Pinpointer‑Ton entspricht und umso näher kommt der ton immer schneller wird.
Die Vibration ist gut spürbar, auch mit Handschuhen, und lässt sich mit dem Ton kombinieren. Dadurch kann man den MI‑4 sowohl unauffällig als auch akustisch deutlich hörbar betreiben.
LED‑Beleuchtung
Die integrierte LED ist praxisnah abgestimmt: nicht übermäßig hell, aber ausreichend, um den Bereich vor der Spitze auszuleuchten. Besonders in tiefen Löchern oder bei schlechten Lichtverhältnissen ist sie hilfreich. Die Position der LED sorgt dafür, dass der Lichtkegel den Arbeitsbereich gut trifft.
Retune‑Funktion
Der MI‑4 verfügt über eine funktionierende Retune‑Funktion, die das Suchfeld einengt oder an den Boden anpasst. Obwohl ich sie im normalen Einsatz nie benötigt habe, funktioniert sie zuverlässig, wenn man sie testet. Das ist besonders nützlich, wenn man sehr nah am Ziel arbeitet oder die Reichweite bewusst reduzieren möchte.
Lost‑Alarm
Nach etwa fünf Minuten Inaktivität aktiviert sich der Lost‑Alarm. Das Gerät gibt in regelmäßigen Abständen ein akustisches Signal ab, sodass man den Pinpointer im Gras oder im Aushub leichter wiederfindet. Eine einfache, aber sehr praktische Funktion im Gelände.
Factory Reset
Der MI‑4 besitzt laut Hersteller einen Werksreset, allerdings ist die Ausführung nicht sofort ersichtlich. Da die Menüstruktur komplexer ist als bei vielen anderen Pinpointern, muss die genaue Reset‑Prozedur noch erarbeitet werden. Für den normalen Einsatz ist ein Reset jedoch selten notwendig.
Der XP MI‑4 ist vom Hersteller bis 6 Meter wasserdicht angegeben und damit für den Einsatz bei Regen, in feuchten Böden oder im flachen Wasser ausgelegt. Eigene Tests im Regen oder unter Wasser stehen noch aus, dennoch wirkt die Konstruktion insgesamt solide. Das Gehäuse ist sauber verarbeitet und wird durch zwei O‑Ringe abgedichtet, was auf eine zuverlässige Wasserbarriere schließen lässt. Für typische Suchbedingungen sollte die Wasserdichtigkeit damit problemlos ausreichen.
Verhalten im Wasser
Praktische Unterwassertests liegen bisher nicht vor. Aufgrund der VLF‑Technik ist jedoch davon auszugehen, dass der MI‑4 in Süßwasser stabil arbeitet und ein vorhersehbares Signalverhalten zeigt. Wie bei nahezu allen VLF‑Pinpointern kann es in salzhaltigem Meerwasser oder nassem Salzsand zu empfindlicheren Reaktionen kommen, da der leitfähige Untergrund das Signal beeinflusst. Dieses Verhalten ist typisch und kein spezifischer Nachteil des Geräts.
Ton, Vibration und LED sollten unter Wasser grundsätzlich funktionieren, wobei die Vibration erfahrungsgemäß die zuverlässigste Rückmeldung bietet, da akustische Signale im Wasser schnell gedämpft werden.
Abdichtung & Gehäuse
Das Gehäuse des MI‑4 besteht aus zwei verschweißten Teilen und macht einen gut abgedichteten Eindruck. Die doppelte O‑Ring‑Dichtung sorgt dafür, dass kein Wasser eindringen sollte, solange die Verschlüsse sauber sitzen und die Dichtungen intakt sind. Da bisher keine Wassereinsätze durchgeführt wurden, gibt es noch keine praktischen Erkenntnisse zur tatsächlichen Dichtigkeit. Die Verarbeitung wirkt jedoch stimmig, und die IP‑Angabe bietet einen deutlichen Sicherheitspuffer.
Schwimmfähigkeit
Der MI‑4 wird als schwimmfähig beworben. Da dieser Punkt noch nicht getestet wurde, bleibt offen, wie gut er im Wasser sichtbar bleibt und wie stabil er an der Oberfläche treibt.
Gesamteindruck der Wasserdichtigkeit
Auch ohne eigene Unterwassertests wirkt die Wasserdichtigkeit des MI‑4 ausreichend robust für den normalen Einsatz im Gelände. Die doppelte Abdichtung, die saubere Verarbeitung und die hohe IP‑Angabe sprechen dafür, dass der Pinpointer Regen, feuchte Böden und gelegentliche Wasserkontakte problemlos übersteht.
Der XP MI‑4 setzt im Gegensatz zu vielen klassischen Pinpointern nicht auf eine 9‑Volt‑Batterie, sondern auf einen fest verbauten Lithium‑Polymer‑Akku. Dieser liefert laut Hersteller eine Laufzeit von bis zu 30 Stunden, was für längere Suchsessions mehr als ausreichend ist. Durch den integrierten Akku entfällt der regelmäßige Batteriewechsel, und das Gerät wird einfach per USB geladen. Die Energieversorgung ist damit unkompliziert und wartungsarm.
Aus persönlicher Sicht ist eine austauschbare Batterie im Gelände praktischer, da ein leerer fest verbauter Akku dazu führen kann, dass der Pinpointer unerwartet nicht mehr einsatzbereit ist. Bei Geräten mit Wechselbatterie lässt sich dieses Risiko durch eine Ersatzbatterie einfach umgehen.
Akkutyp
Der fest verbaute Li‑Po‑Akku sorgt für ein konstantes Spannungsniveau, wodurch der MI‑4 über die gesamte Laufzeit hinweg ein gleichmäßiges Signalverhalten zeigt. Obwohl kein Batteriefach vorhanden ist, gibt es dennoch das Risiko einer undichten Verschraubung wenn man den Deckel nicht fest genug verschraubt hat. Die Abdichtung des Ladebereichs erfolgt über zwei O‑Ringe, was zur hohen Wasserdichtigkeit beiträgt wenn alles ordnungsgemäß verschraubt ist.
Laufzeit im Einsatz
Der fest verbaute Li‑Po‑Akku sorgt für ein konstantes Spannungsniveau und ein gleichmäßiges Signalverhalten über die gesamte Laufzeit hinweg. Der MI‑4 besitzt zwar keinen klassischen Batteriewechsel, dennoch ist der Ladebereich über einen verschraubten Deckel mit zwei O‑Ringen zuverlässig abgedichtet. Die Konstruktion wirkt insgesamt robust und ausreichend geschützt für den Einsatz im Gelände.
Ladeverhalten
Der MI‑4 wird über einen USB‑Anschluss geladen, der Ladevorgang soll ca. 3 Stunden dauern, wodurch der Ladevorgang flexibel bleibt und sich sowohl zu Hause als auch unterwegs durchführen lässt. Die LED‑Anzeige informiert über den aktuellen Ladezustand und zeigt an, ob der Akku lädt oder vollständig geladen ist. Eine exakte Restlaufzeit wird nicht angezeigt, daher empfiehlt sich ein regelmäßiges Nachladen, um den Pinpointer jederzeit einsatzbereit zu halten.
Verhalten bei niedrigem Akkustand
Konkrete Beobachtungen zum Verhalten bei niedrigem Akkustand liegen noch nicht vor. Typischerweise zeigen Li‑Po‑basierte Pinpointer jedoch ein abruptes Nachlassen der Leistung, sobald die Spannung unter einen bestimmten Wert fällt. Es ist daher sinnvoll, den MI‑4 nach längeren Einsätzen vorsorglich zu laden, um eine gleichbleibende Performance sicherzustellen.
Gesamteindruck der Energieversorgung
Die Energieversorgung des MI‑4 wirkt insgesamt zuverlässig und praxistauglich. Der fest verbaute Li‑Po‑Akku sollte eine lange Laufzeit bieten und sorgt für ein gleichmäßiges Signalverhalten über den gesamten Einsatz hinweg. Der Ladeanschluss befindet sich unter einem verschraubten Deckel, der mit zwei O‑Ringen abgedichtet ist und einen soliden Eindruck hinterlässt.
Aus persönlicher Sicht ist ein austauschbarer Akku im Gelände dennoch praktischer, da sich ein leerer Energiespeicher sofort ersetzen lässt. Beim MI‑4 ist ein spontaner Wechsel nicht möglich, weshalb regelmäßiges Nachladen eingeplant werden sollte, um unerwartete Ausfälle zu vermeiden. Insgesamt bietet der MI‑4 eine ausdauernde und wartungsarme Energieversorgung, die im normalen Suchalltag gut funktioniert.
Sollte der fest verbaute Akku einmal defekt sein, muss der MI‑4 an den XP‑Service eingeschickt werden, da ein eigenständiger Akkutausch nicht vorgesehen ist. Ein Öffnen des Geräts wird nicht empfohlen, da die Abdichtung und die Elektronik beschädigt werden könnten.
Der XP MI‑4 arbeitet mit VLF‑Technologie und nutzt eine feste Arbeitsfrequenz, die ein ruhiges und gut kontrollierbares Signalverhalten ermöglicht. Diese Technik eignet sich besonders für typische Suchumgebungen wie Wald, Wiese und Acker, da sie dort stabil läuft und kleine wie größere Objekte zuverlässig erfasst. VLF‑Pinpointer reagieren direkter auf Veränderungen im Boden als PI‑Modelle und bieten dadurch eine sehr präzise Rückmeldung im Nahbereich. Der MI‑4 liefert insgesamt eine ausgewogene Kombination aus Reichweite, Stabilität und feiner Zielansprache.
Funktionsprinzip der VLF‑Technik
Bei der VLF‑Technologie erzeugt der Pinpointer ein kontinuierliches elektromagnetisches Wechselfeld. Metallische Objekte verändern dieses Feld, und diese Veränderung wird als Signal ausgegeben. Der Vorteil liegt in der hohen Feinfühligkeit im Nahbereich: Je näher die Spitze dem Ziel kommt, desto klarer und präziser wird die Rückmeldung. Dadurch lässt sich die genaue Position eines Objekts sehr gut bestimmen, was besonders beim Nachführen im Loch hilfreich ist.
Wie bei allen VLF‑Systemen gilt jedoch: In stark mineralisierten Böden oder in salzhaltigem Sand kann das Gerät empfindlicher reagieren, da der Untergrund selbst leitfähig ist. Dieses Verhalten ist typisch für VLF‑Technik und lässt sich durch eine niedrigere Sens‑Stufe oder einen kurzen Retune gut kontrollieren.
Wie sich das im Einsatz bemerkbar macht
Im praktischen Einsatz zeigt der MI‑4 ein ruhiges, gut steuerbares Verhalten in allen getesteten Böden. Die Signale bleiben klar definiert, und sowohl kleine als auch größere Objekte werden zuverlässig erkannt. Die 360°‑Detektion erleichtert das Auffinden im Aushub und sorgt dafür, dass Ziele schnell lokalisiert werden können.
In mineralisierten Böden bleibt er stabil und zeigt keine auffälligen Störungen. Lediglich im salzhaltigen Sand kann das Signal – wie bei allen VLF‑Pinpointern – etwas lebhafter werden. Ein Retune oder eine niedrigere Sens‑Stufe reicht in solchen Fällen aus, um das Gerät wieder zu beruhigen. Insgesamt bietet der PP die typische Performance eines modernen VLF‑Pinpointers: präzise, kontrolliert und zuverlässig.
Bevor ein Pinpointer draußen im Gelände seine volle Leistungsfähigkeit zeigen kann, lohnt sich ein strukturierter Test in Innenräumen. Unter konstanten Bedingungen lassen sich die Reaktionen des XP MI‑4 Pinpointers besonders gut nachvollziehen, da störende Einflüsse wie Bodenfeuchtigkeit, Mineralisierung oder Temperaturschwankungen vollständig entfallen. Dadurch wird sichtbar, wie sauber die Elektronik arbeitet, wie gleichmäßig die Signale ansteigen und wie die einzelnen Programme beziehungsweise Sensitivitätsstufen miteinander skalieren.
Solche Heimtests bieten eine klare Grundlage, um das Verhalten des MI‑4 objektiv einzuordnen. Gleichzeitig ermöglichen sie einen direkten Vergleich mit anderen Pinpointern, da alle Testbedingungen identisch bleiben. Unterschiede zwischen kleinen, mittelgroßen und größeren Metallobjekten treten dabei deutlich hervor und zeigen, wie feinfühlig der MI‑4 im Nahbereich arbeitet.
Reichweite an Münzen & Schmuck
Für die Reichweitentests wurden verschiedene Programme des MI‑4 genutzt, um die Unterschiede zwischen den Einstellungen sichtbar zu machen. Die Ergebnisse zeigen deutlich, wie stark die Reichweite von der Größe, Form und Metallmasse des jeweiligen Objekts abhängt. Kleine Schmuckstücke oder filigrane Ketten reagieren naturgemäß erst auf sehr kurze Distanz, während größere Münzen und massive Ringe deutlich früher erfasst werden.
Auffällig ist, wie gleichmäßig der XP-MI‑4 Pinpointer zwischen den Programmen skaliert und wie stabil er selbst auf hoher Sensitivität arbeitet. Die Signale steigen klar und nachvollziehbar an, was eine präzise Einschätzung der Objektlage ermöglicht. Insgesamt liefert er im Heimtest ein kontrolliertes und gut reproduzierbares Verhalten, das eine solide Grundlage für die späteren Praxistests im Gelände bildet.
Reichweite an Münzen
| Münze | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|
| 2 € | 3 cm | 5,7 cm | 10 cm |
| 1 € | 3 cm | 5,4 cm | 10 cm |
| 50 Cent | 3 cm | 5,4 cm | 9,5 cm |
| 20 Cent | 2,8 cm | 5,1 cm | 9,1 cm |
| 10 Cent | 2,6 cm | 4,7 cm | 9 cm |
| 5 Cent | 2,8 cm | 5,1 cm | 9 cm |
| 2 Cent | 2,8 cm | 5,1 cm | 9 cm |
| 1 Cent | 2,2 cm | 4,3 cm | 7,5 cm |
Reichweite an Schmuck
| Objekt | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|
| Silberring (dick) | 2,5 cm | 4,8 cm | 8 cm |
| Goldring 585 (dick) | 3 cm | 5,7 cm | 9,3 cm |
| Silberarmband (dick) | 3 cm | 5,7 cm | 10 cm |
| Ohrring Silber 1 cm | 1,5 cm | 3,5 cm | 6 cm |
| Dünne Goldkette | keine Reaktion | manchmal bei Berührung | 0,7 cm |
| Silberanhänger 1 cm | 1,3 cm | 3 cm | 5,3 cm |
Reaktion auf große Metallflächen
| Objekt | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|
| Heizkörper | 11 cm | 24 cm | 37 cm |
| Kochtopf | 9 cm | 18 cm | 28 cm |
| Backblech | 9 cm | 18 cm | 32 cm |
Störanfälligkeit im Innenraum
Im Innenraum zeigte der MI‑4 auf einigen Sensitivitätsstufen gelegentlich unerwünschte Reaktionen, bei denen das Gerät weiter detektierte, obwohl sich kein Metallobjekt in der Nähe befand. Ursache dafür sind die zahlreichen elektromagnetischen Störquellen in Wohnräumen wie Netzteile, Router oder LED‑Beleuchtung. Unter denselben Bedingungen traten bei den anderen getesteten Pinpointern keine vergleichbaren Störungen auf, wodurch der MI‑4 im Innenraum etwas empfindlicher wirkt als die übrigen Modelle.
Im Außentest zeigte der XP MI‑4 ein sehr direktes und reaktionsschnelles Verhalten. Auf Wiesen, im Park und im Aushub erkannte das Gerät alle getesteten Objekte zuverlässig und ohne Verzögerung. Ton und Vibration sind deutlich ausgeprägt, wodurch die Rückmeldung auch bei Umgebungsgeräuschen klar wahrnehmbar bleibt. Die Signalführung wirkt insgesamt dynamisch abgestimmt und unterstützt einen zügigen Arbeitsrhythmus.
Verhalten im Loch
Beim Abtasten des Grabungslochs reagiert der PP schnell und nachvollziehbar. Das Signal steigt unmittelbar an, sobald die Spitze näher an das Ziel geführt wird, und bleibt dabei klar definiert. Auch kleinere oder ungünstig liegende Objekte werden präzise erfasst. Die Reichweite entspricht dem typischen Bereich eines modernen VLF‑Pinpointers und zeigte im Außentest keine Auffälligkeiten.
Genauigkeit beim Anpeilen
Die Zielgenauigkeit war im Gelände sehr gut. Der MI‑4 Pinpointer liefert eine direkte Rückmeldung, wodurch sich der Fundpunkt schnell eingrenzen lässt. Die Kombination aus deutlichem Ton und kräftiger Vibration erleichtert das Nachführen im Loch und sorgt dafür, dass die genaue Position des Objekts ohne Umwege gefunden wird. Insgesamt arbeitet dieses Gerät draußen kontrolliert, schnell und zuverlässig.
Die folgenden Punkte fassen die wichtigsten Stärken und Schwächen des XP MI-4 Pinpointers kompakt zusammen und basieren direkt auf meinem ersten Eindruck sowie den Praxistests zuhause und im Gelände.
✅ Stärken
✅ Gut abgestimmtes Gesamtverhalten mit direkter und schneller Reaktion
✅ Drei Sensitivitätsstufen, die praxisnah skalieren und zuverlässig detektieren
✅ Sehr gute Ergebnisse auf Stufe 3, besonders bei größeren Objekten
✅ Deutliche Vibration und zwei auswählbare Töne
✅ Schnelle Rückmeldung beim Anpeilen und Nachführen im Loch
✅ Gute Reichweite im Verhältnis zur Gerätegröße
✅ Gut fühlbare Taste und ergonomische Bauform, die sicher in der Hand liegt
❌ Schwächen
❌ Gehäuseoberfläche anfällig für Kratzer
❌ Sichtbare Schweißnaht am Gehäuse
❌ Fest verbauter Akku (Geschmackssache; kein schneller Wechsel möglich)
❌ Störungen im Heimtest durch elektromagnetische Einflüsse, draußen jedoch unauffällig
Fazit zum XP MI‑4
Der XP MI‑4 Pinpointer reagiert schnell und liefert eine direkte, gut nachvollziehbare Rückmeldung, was ihn im Gelände angenehm präzise macht. Die Einstellmöglichkeiten sind sinnvoll, brauchen aber etwas Eingewöhnung, bis man seine bevorzugte Konfiguration gefunden hat. Im Heimtest zeigte er sich etwas empfindlicher gegenüber Störquellen, draußen lief er dagegen stabil und war bei jedem Wetter problemlos einsetzbar. Die robuste Bauform und die klar fühlbare Taste sind im Alltag praktisch, auch wenn die Oberfläche etwas kratzanfällig ist. Insgesamt bietet der MI‑4 eine schnell reagierende, zuverlässig arbeitende Signalführung und eine solide Leistung im täglichen Einsatz.
Hier findest du meine Bedienungsanleitung für den XP MI-4 als ➡️ PDF‑Download.
5. Qualität & Verarbeitung eines Pinpointers – worauf ihr achten solltet

Die Qualität und Verarbeitung eines Pinpointers bestimmen maßgeblich, wie zuverlässig das Gerät im Gelände arbeitet und wie lange es im täglichen Einsatz durchhält. Gerade bei intensiver Nutzung zeigt sich schnell, ob ein Pinpointer sauber konstruiert ist oder ob Material, Tastenmechanik, Dichtungen oder die interne Elektronik Schwachstellen aufweisen. Hochwertige Verarbeitung sorgt nicht nur für Robustheit, sondern auch für eine stabile Signalführung, präzise Rückmeldungen und eine lange Lebensdauer. In diesem Abschnitt werden die wichtigsten Merkmale vorgestellt, auf die es bei der Beurteilung der Bauqualität eines Pinpointers wirklich ankommt.
5.1 Die Materialqualität
Die Materialqualität zeigt sich vor allem darin, wie gut das Gehäuse Belastungen im Gelände standhält. Robuste Kunststoffe mit ausreichender Wandstärke bleiben auch bei Kontakt mit Steinen, Wurzeln oder hartem Untergrund stabil. Minderwertige Materialien entwickeln schneller Kratzer oder kleine Sprünge.
Die Oberflächenstruktur beeinflusst den Halt. Eine angeraute oder gummierte Oberfläche bietet guten Grip, während glatte Gehäuse rutschiger sind und Kratzer deutlicher zeigen. Die Kratzanfälligkeit hängt von der Materialhärte und der Beschichtung ab.
Erst nach mehreren Einsätzen zeigt sich, wie hochwertig das Gehäuse wirklich ist. Gute Modelle kombinieren stabile Wandstärken, widerstandsfähige Materialien und eine griffige Oberfläche, sodass das Gerät langfristig zuverlässig bleibt.
5.2 Tasten & Bedienung
Die Tasten müssen im Einsatz schnell ertastbar sein. Sind sie zu flach oder heben sich kaum vom Gehäuse ab, sucht man sie ständig mit dem Daumen – und das nervt nach der Zeit einfach nur, besonders mit Handschuhen oder bei verschmutztem Gerät. Ein klarer Tastenrand und ein definierter Druckpunkt erleichtern die Bedienung spürbar.
Auch die Gehäuseform beeinflusst die Orientierung. Sehr runde Pinpointer machen es schwerer, die Taste blind zu finden. Hebt sich die Taste zusätzlich nicht vom Gehäuse ab, verliert man die Position schnell und muss immer wieder gezielt suchen, was den Arbeitsfluss verlangsamt.
Eine gut platzierte Taste, die im natürlichen Griff liegt und sich haptisch klar absetzt, lässt sich intuitiv bedienen. Die Schalterqualität zeigt sich erst nach mehreren Einsätzen: Hochwertige Tasten behalten ihren Druckpunkt, während einfache Schalter mit der Zeit unpräziser reagieren.
5.3 Dichtungen & Wasserschutz
Eine saubere Abdichtung ist entscheidend dafür, wie gut ein Pinpointer Regen, Feuchtigkeit und Wasser standhält. Die meisten Modelle nutzen O‑Ringe an Batteriefach und Abdeckungen. Diese müssen sauber sitzen und frei von Sand oder Schmutz sein, damit kein Wasser eindringen kann.
Das Batteriefach wird in der Regel über ein Schraubgewinde verschlossen. Wichtig ist, dass der Deckel gerade angesetzt und gleichmäßig angezogen wird, damit der O‑Ring korrekt komprimiert wird. Ein schief geschlossener oder zu lockerer Deckel erhöht das Risiko von Feuchtigkeit im Inneren.
Die Wasserdichtigkeit wird meist über IP‑Angaben definiert. Geräte mit IP68 sind vollständig staubdicht und für den Einsatz unter Wasser geeignet. Dicht bleiben sie in beiden Wasserarten, doch das Signalverhalten kann variieren: In Süßwasser arbeiten die meisten Modelle stabil, während salzhaltiges Meerwasser empfindlicher reagieren kann.
5.4 Elektronik & Sensorqualität
Die Elektronik und die interne Sensoreinheit bestimmen, wie präzise und stabil ein Pinpointer arbeitet. Eine sauber vergossene und gut abgeschirmte Sensoreinheit sorgt für ein gleichmäßiges Signal und zuverlässige Erkennung kleiner oder tiefer liegender Objekte. Schwache Abschirmung führt dagegen schneller zu unruhigem Verhalten.
Die Signalstabilität hängt direkt von der Elektronik ab. Hochwertige Geräte reagieren schnell und ohne Nachlaufzeiten, was besonders bei kleinen Zielen oder Metallteilen in unmittelbarer Nähe wichtig ist. Die Empfindlichkeit sollte so abgestimmt sein, dass kleine Funde sicher erkannt werden, ohne bei mineralisiertem Boden oder Störquellen zu überreagieren.
Störanfälligkeit zeigt sich vor allem in der Nähe von Stromleitungen, Smartphones oder dem eigenen Metalldetektor. Gut abgeschirmte Modelle bleiben auch dort ruhig, während einfachere Elektronik häufiger zu Fehlalarmen oder instabilem Verhalten neigt — besonders im Innenraum oder in stark mineralisierten Böden.
6. Stromversorgung & Akkulaufzeit

Die Stromversorgung eines Pinpointers beeinflusst direkt, wie zuverlässig und flexibel er im Gelände genutzt werden kann. Je nach Modell kommen klassische 9‑Volt‑Batterien oder fest verbaute Akkus zum Einsatz, die jeweils eigene Vor‑ und Nachteile haben.
6.1 Batterie vs. Akku
9‑Volt‑Batterien bieten maximale Flexibilität, da sie unterwegs schnell gewechselt werden können. Hochwertige Alkaline‑Batterien liefern meist die längste Laufzeit, während wiederaufladbare 9‑Volt‑Akkus eine nachhaltige Alternative darstellen. Geräte mit fest verbautem Akku sind komfortabel beim Laden, benötigen aber eine Powerbank, wenn die Laufzeit im Gelände nicht ausreicht.
6.2 Laufzeit
Die tatsächliche Laufzeit hängt von der Batteriequalität, der Sens‑Stufe und der Nutzung von LED oder Vibrationsalarm ab. Hochwertige Batterien erreichen oft mehrere Suchtage, während schwächere Modelle deutlich früher einbrechen. Bei Akkugeräten variiert die Laufzeit je nach Kapazität und Temperatur.
6.3 Ladezeit
Fest verbaute Akkus benötigen je nach Modell zwischen ein bis drei Stunden für eine vollständige Ladung. Einige Geräte unterstützen Schnellladung, andere laden nur über Standard‑USB mit begrenzter Leistung. Bei 9‑Volt‑Akkus hängt die Ladezeit vom verwendeten Ladegerät ab.
Tipps für die Praxis
- Hochwertige Alkaline nutzen – beste Laufzeit, stabilstes Signal
- Ersatzbatterie/Powerbank mitnehmen – verhindert Ausfälle im Gelände
- O‑Ring sauber halten – schützt vor Feuchtigkeit
- Akkus regelmäßig voll laden – erhält die Kapazität
- Bei Kälte körpernah tragen – verhindert Reichweitenverlust
7. Häufige Fehler beim Pinpointing

Viele Probleme beim Pinpointing entstehen nicht durch das Gerät selbst, sondern durch kleine Bedienfehler. Gerade Anfänger verlieren dadurch Zeit, graben unnötig großflächig oder übersehen Funde. Die folgenden Punkte zeigen die typischen Stolperstellen im Gelände und helfen dabei, den Pinpointer präziser und effizienter einzusetzen.
7.1 Zu weit weg vom Ziel
Wird der Pinpointer zu früh eingesetzt, liegt das Ziel oft noch zu tief oder seitlich versetzt. Das führt zu schwachen oder fehlenden Signalen. Der PP sollte erst genutzt werden, wenn der Fundbereich sauber eingegrenzt ist.
7.2 Zu nah am Metalldetektor
Pinpointer reagieren empfindlich auf elektromagnetische Felder. Befindet sich der Metalldetektor zu nah, entstehen Störungen oder Dauerpiepen. Der Detektor sollte immer einige Meter entfernt abgelegt werden.
7.3 Falsche Empfindlichkeit
Zu hohe Empfindlichkeit verursacht Fehlalarme, besonders in mineralisierten Böden oder in der Nähe anderer Metallteile. Zu niedrige Empfindlichkeit überdeckt kleine Funde. Die Einstellung muss zur Situation passen.
7.4 Falscher Winkel
Ein zu flacher oder schräger Winkel führt dazu, dass der Sensor nicht den tatsächlichen Fundbereich trifft. Ein leicht nach unten gerichteter, kontrollierter Winkel liefert die präzisesten Ergebnisse.
7.5 Falsche Suchtechnik
Zu schnelle oder unkontrollierte Bewegungen erschweren die Ortung. Ruhige, systematische Bewegungen entlang der Lochwände und des Aushubs liefern die klarsten Signale.
8. Pflege & Wartung Pinpointer

Eine regelmäßige Pflege verlängert die Lebensdauer eines Pinpointers und verhindert Schäden an Elektronik, Dichtungen und Lautsprecher. Mit ein paar einfachen Maßnahmen bleibt das Gerät zuverlässig und einsatzbereit.
8.1 Schutz von Spitze und Lautsprecher
Ich schütze meinen Pinpointer an der Spitze und am Lautsprecher mit einer Lage Qualitäts Panzertape. Das Tape lässt sich rückstandslos entfernen und verhindert, dass sich Schmutz in den Lautsprecheröffnungen festsetzt. Gleichzeitig dämpft es den Ton etwas, was im Gelände angenehmer sein kann. Die Spitze bis zur LED reinige ich mit einer kleinen Handbürste und tausche das Tape aus, sobald es verschlissen ist.
8.2 Dichtungen reinigen und pflegen
Die O‑Ringe am Batteriefach sollten regelmäßig kontrolliert und von Sand oder Schmutz befreit werden. Eine dünne Schicht Silikonfett erhöht die Haltbarkeit und sorgt dafür, dass die Dichtung sauber abdichtet. Wichtig ist, dass das Batteriefach bei wasserdichten Modellen immer fest verschlossen ist.
8.3 Wasser und Reinigung
Wasserdichte Pinpointer können problemlos unter fließendem Wasser gereinigt werden, solange das Batteriefach korrekt verschlossen ist. Modelle mit nur Spritzwasserschutz sollten dagegen nicht vollständig untergetaucht werden, da Wasser über Lautsprecher oder Batteriefach eindringen kann. Nach der Reinigung trockne ich den Pinpointer mit einem Tuch ab.
8.4 Lagerung
Wenn ich weiß, dass ich mehrere Tage oder eine Woche nicht suchen gehe, entferne ich die Batterie. Das verhindert Korrosion und schont die Kontakte. Der Pinpointer sollte trocken gelagert werden, idealerweise nicht in direkter Sonneneinstrahlung oder im heißen Auto.
9. Pinpointer‑Vergleich: Daten, Messwerte & Praxiserfahrungen
In dieser Tabelle sind alle relevanten Daten und Messwerte zusammengefasst, die während mehrerer Wochen meiner Pinpointer-Tests und in der Praxis entstanden sind. Die Werte sollen einen realistischen Eindruck vermitteln, wie sich die einzelnen Pinpointer unter unterschiedlichen Bedingungen verhalten und welche Stärken oder Schwächen im Einsatz sichtbar wurden. Abweichungen sind grundsätzlich möglich, da Bodenbeschaffenheit, Feuchtigkeit und Störeinflüsse je nach Umgebung variieren können. Die Tabelle bietet dennoch eine solide Orientierung, um die Geräte besser einschätzen und den passenden Pinpointer auswählen zu können.
| Eigenschaft | Garrett Pro‑Pointer AT | ![]() Minelab Pro‑Find 35 | ![]() Minelab Pro‑Find 40 | ![]() XP MI‑4 |
|---|---|---|---|---|
| Stromversorgung | 9V Batterie | 9V Batterie | 9V Batterie | Li‑Ion Akku |
| Ladeanschluss | – | – | – | USB‑C |
| Frequenz (kHz) | 11,5 kHz | 11,6 kHz | 12 kHz | 12 kHz |
| Wasserdichtigkeit | IP68 (3 m) | IP68 (3 m) | IP68 (3 m) | IP67 (6 m) |
| Reichweite (50‑Cent‑Münze) | bis zu 7,5 cm | bis zu 6,8 cm | bis zu 8 cm | bis zu 9,5 cm |
| Reaktionsgeschwindigkeit / Retune | sehr schnell | mittel | mittel | schnell |
| Stabilität (EMI / Störungen) | sehr gut | sehr gut | sehr gut | stabil |
| Handling / Ergonomie | sehr gut | gut | gut | sehr gut |
| Tasten & Bedienung | 1‑Knopf | 2‑Knopf | 2‑Knopf | 1‑Knopf |
| Menüführung / Funktionen | einfach | einfach | einfach | umfangreich |
| LED‑Nutzbarkeit | sehr gut | gut | gut | gut |
| Vibration real | stark | mittel | mittel | stark |
| Lautstärke real | laut | laut | laut | angenehm |
| Materialqualität | sehr robust | sehr robust | sehr robust | durchschnittlich |
| Dichtungen (Praxis) | zuverlässig | zuverlässig | zuverlässig | zuverlässig |
| Preis (typisch) | ca. 165 € | ca. 129 € | ca. 169 € | ca. 129 € |
Auf Basis der gemessenen Werte und der Praxiserfahrung zeigt sich, dass der Garrett Pro‑Pointer AT in mehreren Bereichen konstant die besten Ergebnisse liefert. Besonders Reichweite, Stabilität und Bedienbarkeit waren im Test überdurchschnittlich stark. Daher ist der Garrett für viele Einsatzbereiche die zuverlässigste Wahl.
10. Transparenzhinweis
Einige der hier getesteten Pinpointer wurden mir von OMWO Metalldetektor-Shop als Leihgeräte für unabhängige Praxistests zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus erhalte ich keinerlei Vergütung, Provision oder andere Vorteile. Die gesetzten Links zum Shop sind Teil der bestehenden Kooperation und werden gesetzt, weil die dort angebotenen Geräte in der Regel ein gutes Preis‑/Leistungsverhältnis sowie verlässliche Konditionen bieten. Zusätzlich habe ich OMWO als sehr tolerant und lösungsorientiert bei Garantiefällen kennengelernt. Die Bewertungen und Messergebnisse basieren ausschließlich auf eigenen Tests und praktischen Erfahrungen.
Gesamtfazit meiner Pinpointer-Tests
Bei meinem Pinpointer-Test haben alle getesteten Modelle ihre Aufgaben zuverlässig erfüllt. Unterschiede ergeben sich vor allem durch verschiedene Hersteller, Preisklassen und technische Konzepte. Keines der Geräte ist im Praxistest negativ aufgefallen; jedes Modell erfüllt seinen Zweck, abhängig von den individuellen Anforderungen und Vorlieben der Anwender. Faktoren wie Suchtechnik, gewünschte Reaktionsgeschwindigkeit oder Bediengefühl sind sehr subjektiv und variieren von Schatzsucher zu Schatzsucher.
Ich selbst arbeite bevorzugt mit reaktionsschnellen Pinpointern und musste mich bei den Minelab‑Modellen zunächst an die ruhigere Signalcharakteristik gewöhnen. Der XP MI‑4 bietet eine schnelle Reaktion, zeigt jedoch Schwächen wie den fest verbauten Akku, ein kratzempfindliches Gehäuse und eine Menüführung, die etwas Einarbeitung erfordert. Die Minelab Pro‑Find 35 und 40 sind alltagstauglich, arbeiten jedoch nicht so schnell und besitzen durch die runde Bauform einen Knopf, der im Einsatz gelegentlich gesucht werden muss.
Der Garrett Pro‑Pointer AT bietet eine gute Bauform, einen klar ertastbaren Knopf und eine sehr einfache Bedienung. Seine Nachteile fallen im Pinpointer Vergleich gering aus; das ist jedoch meine persönliche Einschätzung und kann je nach Suchstil und Vorlieben unterschiedlich bewertet werden.
Meine Empfehlung

Auf Basis der eigenen Messwerte und der praktischen Erfahrungen hat sich der Garrett Pro‑Pointer AT als das insgesamt stärkste und ausgewogenste Gerät im Test gezeigt. Besonders die Kombination aus schneller Reaktionsgeschwindigkeit, stabiler Leistung, gut ertastbarem Bedienknopf und einer unkomplizierten Menüführung macht ihn im Alltag sehr zuverlässig. Die anderen getesteten Pinpointer erfüllen ihren Zweck ebenfalls, unterscheiden sich jedoch in Punkten wie Bediengefühl, Reaktionsverhalten oder Gehäusekonzept.
Aus technischer Sicht ergibt sich daher eine klare Empfehlung für den Garrett, sofern Wert auf schnelle Signalauswertung, robuste Bauweise und eine intuitive Bedienung gelegt wird. Andere Modelle können je nach persönlicher Vorliebe und Suchstil dennoch eine passende Alternative darstellen.
Ein herzliches Dankeschön
Ein besonderer Dank gilt OMWO Metalldetektor-Shop, die mir mehrere Pinpointer als Leihgeräte zur Verfügung gestellt und diesen Praxistest erst möglich gemacht haben. Die Unterstützung hatte keinerlei Einfluss auf meine persönliche Meinung oder die Testergebnisse.
Vielen Dank für euer Vertrauen in meine Arbeit.
Markus
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Ich bin Markus!
Seit über 12 Jahren bin ich leidenschaftlich mit dem Metalldetektor unterwegs. Auf diesem Blog teile ich meinen Erfahrungsschatz aus unzähligen Praxistests, erkläre die Technik hinter Metalldetektoren und zeige dir, wie du rechtssicher und erfolgreich auf Schatzsuche gehst.
Mein Ziel: die größte Wissensquelle zur Schatzsuche mit dem Metalldetektor aufzubauen.
Gut Fund!
Markus






